HSV erwartet zum Hinrundenfinale OSC Dortmund

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Augen zu und durch: Nach der bitteren Auswärtsniederlage in Haltern, es war die dritte Schlappe in Folge, empfängt die HSV Plettenberg/Werdohl um Haupttorschütze Marc Bardischewski (rechts) zum Hinrundenfinale den Liga-Primus OSC Dortmund.

Werdohl - „Seit vier Wochen ist einfach der Wurm drin“, sagt HSV-Trainer Friedhelm Ziel und sehnt, so wie ein Großteil seiner Spieler, die Weihnachtspause in der Handball-Verbandsliga herbei. Regeneration haben Lengelsen und Co. dringend nötig. Ein letztes Mal in diesem Jahr muss die HSV Plettenberg/Werdohl auf die Zähne beißen: Am Samstagabend gegen Tabellenführer OSC Dortmund (19 Uhr, Böddinghausen).

Friedhelm Ziel weiß, dass sein Team nur gewinnen kann. „Von der Papierform sind wir der krasse Außenseiter, haben eigentlich schon verloren. Also können wir nur überraschen, haben rein gar nichts zu verlieren“, nimmt er seinen Schützlingen den Druck.

Im Vorfeld der Saison und im Laufe der ersten Spieltage gab es noch eine Hand voll Klubs, die zum engsten Kreis der Aufstiegskandidaten gezählt wurden. Nach aktuell einem Dutzend Termine hat sich Dortmund als beständigstes Team herauskristallisiert. Schadlos haben sich die Dortmunder zwar auch nicht gehalten, aber mit drei Minuspunkten steht die Stoschek-Sieben glänzend da. Nur beim HC TuRa Bergkamen (27:29) und gegen Hohenlimburg (28:28) patzte sie.

Beim Blick auf die Statistik fällt schnell auf, warum der OSC Spitze ist. Nur zwei Mannschaften liegen in puncto Gegentore noch unter der 300er-Marke: Dortmund und Senden. „Die stehen völlig zu recht da oben“, zollt Ziel dem Primus Respekt. Aushängeschild des OSC ist die Abwehr, die Ziel als Gummiwand bezeichnet.

Anders als andere Klubs ist die Dortmunder Abwehrarbeit nicht auf das „Festmachen“ des Gegenspielers ausgelegt. Vielmehr puffert die Defensive die Energie des Gegners ab. Geschmeidig, elegant sei das Abwehrverhalten des OSC – und in dieser Form und Güte einmalig in der Liga. „Sie haben ganz klare Absprachen, sind sehr eingespielt und haben keinerlei Abstimmungsprobleme“, weiß Ziel. „Wir werden alles an Kraft, Aggressivität und Kreativität dagegensetzen müssen, was wir haben“, meint er, wohlwissend, dass die Rahmenbedingungen für einen Sturz des Favoriten denkbar ungünstig sind.

Die Liste der angeschlagenen Spieler wird nicht kürzer. Scharpe wird am Montag operiert, Bluhm hat aufgrund anhaltender Schienbeinbeschwerden den Dienst vorerst quittiert. Nicht ausgeschlossen, dass Ziel am Samstag bei der Reserve anklopft und um Verstärkungen bittet.

Und was kommt am Samstagabend auf die HSV-Abwehr zu? „Nichts Überraschendes“, weiß Ziel. Dortmund zeichnet seine Konstanz aus, eine Mannschaft, die sich im Laufe der jüngsten Vergangenheit kaum verändert hat.

HSV: Gerstberger, Meckel – Alissa, van der Hurk, Traumüller, Lakic, Lengelsen, de Liello, Scheuermann, Bardischewski, Winkelsträter, Esser, Scheerer

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