HSV Plettenberg/Werdohl empfängt „Goliath“ Siegen

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Gegen die hoch eingeschätzte Sieben des RSVE Siegen benötigt die HSV Plettenberg/Werdohl nicht zuletzt einen gut aufgelegten Torhüter Dominik Meckel, um Zählbares am Riesei zu behalten.

Werdohl/Plettenberg - David gegen Goliath, mit diesem geschichtsträchtigen Duell eines Außenseiters gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner scheint das Spiel der Handball-Verbandsliga am Samstag (Riesei-Sporthalle, 19.30 Uhr) zwischen der gastgebenden HSV Plettenberg/Werdohl und dem RSVE Siegen vergleichbar.

Der Kader des RSVE ist gespickt mit großen Namen, „eine Super-Truppe“, sagt HSV-Coach Friedhelm Ziel über den heißen Titelkandidaten. Siegen rangiert aktuell zwar „nur“ an fünfter Stelle und hinkt damit den Erwartungen der Liga hinterher, der Abstand zur Spitze beträgt jedoch lediglich vier Zähler. Aus dem Rennen um die Krone ist der RSVE Siegen also noch lange nicht.

Wenn Friedhelm Ziel die Namensliste der Siegerländer durchgeht, gerät er ins Schwärmen. Zum einen ist da ein Youngster, Tim Kolb, der von der rückraumlinken Position aus die Akzente setzt. „Ein Wahnsinnstalent“, beschreibt Ziel den Shooter, der in Ferndorf und Wetzlar eine erstklassige Ausbildung genoss und sich mühelos in den Top Ten der Verbandsliga-Torjägerliste behauptet. Zwischen den Pfosten sorgt der Isländer Hilmar Gudmundsson für Stabilität. Und wenn sich der Spielertrainer Mirza Sijaric einwechselt, dann geht die Post richtig ab. Dass sich die Qualität des Siegener Ensembles noch nicht so deutlich in der Tabelle ausdrückt, liegt an personellen Problemen. Komplett trat der RSVE bisher selten an, weshalb die Sijaric-Sieben gegen Gegner wie zum Beispiel Hattingen oder Haltern überraschend verlor.

„Eine Mannschaft, die 60 Minuten Vollgas geht. Sie fackeln kein Feuerwerk neuer Auslösehandlungen ab, ihr Spiel lebt von der individuellen Klasse und einer soliden Abwehr“, weiß der HSV-Trainer.

Die spielfreie Zeit um den Jahreswechsel herum hat die HSV genutzt, um sich in Form zu halten und sich taktisch weiterzubilden. In die Vorbereitung auf Siegen passte der Test gegen den Landesligisten aus Schwerte-Westhofen perfekt, weil auch die HSG eine 5:1-Abwehr wie der RSVE bevorzugt. Außerdem drückt auch Schwerte 60 Minuten aufs Tempo und wendet das Mittel der Schnellen Mitte konsequent an. „Wenn wir gegen solche Gegner nicht bereit sind zu laufen, gibt es auch nichts zu gewinnen“, hat Ziel seiner Sieben eingebläut.

Gegen den Tabellenfünften muss die HSV Plettenberg/Werdohl wohl auf Pierre van der Hurk verzichten, dessen Muskelfaserriss aus dem Oberaden-Spiel noch nicht vollständig verheilt ist. Dominic Scheerer wird aus dem Urlaub zwar rechtzeitig zurückerwartet, ob der Linksaußen nahtlos ins Spiel findet, bleibt abzuwarten. „Wir schielen auf Bonuspunkte“, verrät Ziel und hofft auf eine Überraschung. - Von Markus Jentzsch

HSV: Meckel – Fenner, Alissa, Bluhm, Lakic, Lengelsen, Hurlbrink, de Liello, Scheuermann, Bardischewski, Burzlaff, Scheerer

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