HSV reist zum Oberliga-Absteiger nach Senden

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Marc Bardischewski und die HSV Plettenberg/Werdohl sehen sich am Sonntag mit dem ASV Senden einem Oberliga-Absteiger gegenüber, der vor allem in der Abwehr über eine hohe Qualität verfügt.

Werdohl - Der Kampf gegen den Abstieg aus der Handball-Oberliga in der vergangenen Saison war hart. Am Ende traf es vielleicht nicht die beiden schlechtesten Teams, vielleicht eher die beiden unglücklicheren. Eines davon ist der ASV Senden gewesen – am Sonntag in der Verbandsliga Gastgeber der HSV Plettenberg/Werdohl (18 Uhr, Sportpark Senden).

„Die kommen aus der Oberliga und das merkt man denen auch an“, weiß HSV-Trainer Friedhelm Ziel, der den ASV im Rahmen seiner Spielvorbereitung natürlich genau unter die Lupe nahm. Angriffstaktisch sei die Mannschaft sehr gefestigt und spiele eine offensive Abwehr, die im Stande sei, so manch gestandenem Verbandsligisten erhebliche Kopfschmerzen zu bereiten.

Unter anderem auch dem Ligaprimus OSC Dortmund. Der OSC gewann zwar 29:28, lag in der Schlussphase beim 25:26 (56.) aber noch zurück. „Sendens Gegner haben es schwer, ihr eigenes Spiel aufzuziehen. Denen merkt man die Oberliga-Erfahrungen einfach an“, betont Ziel.

Die Philosophie des ASV Senden und seines Trainers Diethard von Boenigk ist schnell skizziert: Mehr als 25 Gegentore sind ein Ärgernis. 24,66 Tore haben die Münsterländer bisher im Schnitt kassiert, besser ist kein anderes Team in der Liga. „Riemke hat nur 17 Tore gegen Senden geworfen. Bemerkenswert. Und Riemke hat einen ordentlichen Angriff“, pickte sich Ziel ein Spiel heraus, um klarzumachen, mit was für einem Bollwerk es seine Sieben am Sonntag zu tun bekommt. „Bei denen hat alles Hand und Fuß, was sie tun“, zollt der HSV-Coach dem nächsten Gegner Respekt.

Das Spiel des aktuellen Tabellenvierten ist auf den Rückraum ausgelegt. Dort werden die Auslösehandlungen inszeniert, die an sich nichts Besonderes sind. Dann gehe es aber unheimlich variabel weiter, weiß Ziel. Sendens Akteure sind nicht auf eine Position festgelegt. Am Ende einer Konzeption ist das Ensemble meist durchmischt – aber mit Plan.

Was wirft die HSV in die Waagschale? Personell nicht das Optimum. Markus Bluhm ist Anfang der Woche wieder ins Training eingestiegen, meldete sich aber mit einem unheilvollen Zwicken im Muskel für Sonntag ab. Björn Traumüller fehlt aus privaten Gründen. „Seine Treffer werden uns fehlen“, bedauert Ziel die Absage des schnellen Außen. Außerdem ist noch unklar, wie schwer Tobias Scharpe am Knie verletzt ist. Auch er signalisierte: keine Freigabe.

Und so bleibt dem Coach ein überschaubares, aber konkurrenzfähiges Aufgebot. Davon ist der Mann auf der Bank überzeugt. Taktisch muss die HSV Bekanntes adaptieren, weil Senden eine ungewöhnliche Abwehrvariante spielt. „Ohne gewisse Anpassungen unserer Konzepte geht es nicht“, so Ziel.

HSV: Meckel, Gerstberger – Alissa, van der Hurk, Lakic, Lengelsen, de Liello, Scheuermann, Bardischewski, Winkelsträter, Esser, Scheerer

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