HSV vor emotionaler Partie in Hohenlimburg

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In der Vorbereitung trafen die HSV Plettenberg/Werdohl (in der Mitte Michel Lengelsen) und die HSG Hohenlimburg bereits in einem Testspiel aufeinander. Am Samstag geht es in dem Hagener Ortsteil um Verbandsliga-Punkte.

Werdohl - Mit 26:29 unterlag die HSV Plettenberg/Werdohl in der Saisonvorbereitung in der Riesei-Sporthalle gegen die HSG Hohenlimburg. Ein ebenso temporeiches wie emotional aufgeheiztes Testspiel.

Am Samstagabend (19 Uhr, Rundturnhalle Hohenlimburg) steht dann für beide Teams noch deutlich mehr auf dem Spiel: Diesmal geht es um Punkte in der Handball-Verbandsliga.

Und beide Mannschaften haben vor der dreiwöchigen Herbstpause gepunktet, Selbstvertrauen getankt. Hohenlimburg hielt in eigener Halle Herne in Schach (37:32), die HSV gewann im Vest (33:29) und anschließend gegen Riemke (34:31). Ein Spiel, das attraktiven Handball verspricht. Denn sowohl die HSV als auch die HSG fordern den Gegner mit verschiedenen Abwehrvarianten und einem kreativen Angriffsspiel.

"An den Defiziten gearbeitet"

„Wir haben die vergangenen drei Wochen genutzt und uns intensiv auf Hohenlimburg vorbereitet. Natürlich haben wir auch an dem einen oder anderen Defizit gearbeitet und dürften jetzt noch einen Tick stärker sein als vor der Pause“, verrät HSV-Trainer Friedhelm Ziel.

Objektiv betrachtet liegen der Tabellensechste (HSV, 4:4) und der Rangachte nicht weit auseinander. Ziel hat die Hagener studiert, weiß, dass sie kampfstark sind und unaufhörlich Druck machen. Außerdem stellen sie ihre Kontrahenten gerne vor Herausforderungen. „Die HSG wechselt aus verschiedenen Abwehrsystemen gerne mal ins 4:2 oder gar in eine Manndeckung. Darauf muss man vorbereitet sein und kreative Lösungen finden, improvisieren können. Aber ich bin guter Dinge, dass wir die passenden Antworten parat halten“, verrät der Coach.

Tempospiel soll der Trumpf sein

Personell steht die HSV wie gegen Riemke topbesetzt da. Torwart-Wiederkehrer Meckel hat sich im Training weiterentwickelt, Gerstberger profitiert vom Kampf um den Platz zwischen den Pfosten. Das Tempospiel, das gegen Riemke die Zuschauer entzückte, soll auch gegen Hohenlimburg ein Trumpf sein, der auf einer makellosen Abwehrleistung basiert.

Weil die Trainingsbeteilung mittlerweile stabil ist, kann Ziel vieles umsetzen, was zu Beginn der Saison noch nicht denkbar war. „Wir wissen, was uns in Hagen erwartet. Wenn wir die Pause gut verkraftet haben und schnell wieder an die Leistung gegen Riemke anknüpfen, dann werden wir auch punkten können.“

Am Rande: Die gute Arbeit am Riesei und in Böddinghausen scheint sich bis nach Hohenlimburg herumgesprochen zu haben. Denn: Friedhelm Ziel fühlte sich an bayerische Verhaltensweisen erinnert, als er im Vorfeld des Meisterschaftsduells von einem Abwerbeversuch der HSG hörte. „Ungewöhnlich“, titelte der Coach mit einem vielsagenden Unterton.

HSV: Gerstberger, Meckel – Scheerer, Scheuermann, Lakic, van der Hurk, Bluhm, Winkelsträter, de Liello, Lengelsen, Scharpe, Esser, Traumüller, Bardischewski, Alissa

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