HSV hilft Gegner Senden über Schwächen hinweg

Duell der „Zehner“: Plettenberg/Werdohls Pierre van der Hurk (Mitte) fand gegen Sendens Hendrik Kuhlmann und Co. kurzzeitig viermal hintereinander die Lücke, doch nach 60 Minuten setzten sich die Münsterländer durch. - Foto: Krüger

Werdohl - Natürlich fehlten der HSV Plettenberg/Werdohl im Münsterland Alternativen auf der Bank. In der Anfangsphase hätte, glaubte Trainer Friedhelm Ziel, auch der privat verhinderte Linkshänder Björn Traumüller dem Team gut getan, als die Sauerländer sich beim ASV Senden über die rechte Seite Chancen erarbeiteten, diese aber nicht nutzten. Doch letztlich sah der Coach die 23:30-Niederlage des Handball-Verbandsligisten als unnötig an.

„Mit einer guten Leistung hätten wir hier auf Augenhöhe spielen können. Aber das war ein ganz bescheidener Auftritt“, meinte der Lüdenscheider nach der Sonntagabend-Partie im Sportpark Senden. Gegen die vielen „Kanten“ in der Abwehr der Sieben von ASV-Trainer Diethard von Boenigk – als Spielmacher in Versmold und später als Coach an verschiedenen Stationen über viele Jahre Dauergegner des Schalksmühler TV und von dessen Nachfolge-Spielgemeinschaften – fanden Plettenberger und Werdohler zu selten Lösungen, nahmen schlecht vorbereitete Würfe oder spielten Pässe, die zur Beute des Gegners wurden. „In einem guten Spiel machen wir vielleicht 20 Prozent dieser Fehler – und dann gewinnen wir das Spiel“, brachte es Ziel auf den Punkt. „Wenn man 100 Kilometer fährt und dann die Leistung nicht auf die Platte bringt – das ist es, was mich stört.“

Berufskollegs-Lehrer von Boenigk gestand Ingenieur Ziel schließlich auch ein, dass die Unzulänglichkeiten der HSV dem ASV gehörig in die Karten gespielt hätten. „Immer, wenn wir eine Schwächephase hatten, habt ihr einen Fehler gemacht“ – dieser Betrachtung von Boenigks stimmte Ziel missmutig zu.

Der Münsteraner in Sendener Diensten bedankte sich beim Lüdenscheider in HSV-Diensten zudem noch für das „faire Spiel“.

Nur die Schiedrichter Kupper/Machill waren in dieser Hinsicht wohl anderer Meinung: 14 Zeitstrafen seien für diese Partie viel zu viel gewesen, meinte Friedhelm Ziel, der mit sorgenvollem Blick dem nächsten Klinik-Termin eines seiner Spieler entgegensieht: Tobias Scharpe muss am Donnerstag zur Knie-Arthroskopie.

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