HSV ringt den Titelkandidaten aus Dortmund nieder

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Grenzenloser Jubel: Nach dem überraschenden 26:25-Erfolg gegen den Titelaspiranten aus Dortmund lagen sich die Spieler der HSV Plettenberg/Werdohl in den Armen.

Plettenberg - Totgesagte leben länger. Dieser Spruch hat sich am Samstagabend einmal mehr bestätigt, als die HSV Pletteberg/Werdohl mit einem Rumpfaufgebot den Titelaspiranten der Handball-Verbandsliga in die Knie zwang. 26:25 (15:14) besiegte die Ziel-Sieben den OSC Dortmund.

Unglaublich, wie es der HSV gelang, einen auf dem Papier überlegenen Gegner zu bezwingen. Dabei spielten weder Glück noch wohlgesonnene Schiedsrichter eine Rolle – ein Zeichen im Abstiegskampf.

Das 1:0 durch Scheuermann mögen viele Zuschauer für die einzige Führung des Underdog gehalten haben. Beim 3:1 (4.) warteten sie auf das Erlöschen des Strohfeuers. Aber die Flamme loderte weiter. Nach dem Spiel meinte HSV-Trainer Friedhelm Ziel sogar, dass die Dortmunder in der Anfangsphase bis zu seiner Auszeit (12., 4:6) vorrangig von HSV-Fehlern profitiert hätten. Tatsache ist, dass die Plettenberger und Werdohler mit viel Herz am Thron rüttelten und zu keinem Zeitpunkt aussichtlos ins Hintertreffen gerieten.

Nach der Auszeit glich die HSV durch Bardischewski und einen aufgedreht wirkenden Pierre van der Hurk zum 6:6 aus, kam aber noch nicht wieder vorbei. Bis zum 12:13 (28.) legte Dortmund vor, ehe sich die HSV im Schlussspurt der ersten Hälfte noch vorbeischob (15:14).

Halbzeit zwei glich vom Verlauf her der ersten. Über weite Strecken führte der Tabellenführer das spannende Spiel an. „Aber eben nicht zum richtigen Zeitpunkt“, meinte Ziel anschließend und bezog sich auf das Finale.

Und das hatte es richtig in sich. In der 51. traf Lepine zum 22:24. Zweimal de Liello und Traumüller ließen Ziels Blutdruck in die Höhe schnellen (25:24, 55.). Obwohl die Sauerländer mit ihren Kräften am Ende hätten sein müssen, verteidigten sie weiter konzentriert. „Und Meckel besorgte den Rest“, lobte der HSV-Coach seinen Schlussmann.

Eine Parade mit Wirkung folgte nach de Liellos Zeitstrafe (56.), als der Zerberus Lepines Versuch von der Marke und kurz darauf auch noch einen Dortmunder Gegenstoß parierte. In Unterzahl besorgte Traumüller das 26:24 (58.) und stellte damit die Weichen auf Erfolg. Schmitz verkürzte anschließend zum 26:25, ehe Ziel 64 Sekunden vor dem Ende seine Auszeit nahm.

HSV: Meckel, Gerstberger – Scheerer (2), Scheuermann (5), Lohmann, Lakic, van der Hurk (4), Burzlaff, de Liello (3), Esser, Traumüller (7), Bardischewski (5)

OSC: Stumpf, Brüske – Bonkowski, Kreft (1), Lepine (5/1), Stoschek (1), Schürmann (1), Maystrenko (2), Edeling, Polinski, Wulf (1), Schmitz (7), Lichte (7)

Zeitstrafen: HSV 4; OSC 0

Schiedsrichter: Srijeevaghan/Umbescheidt

Zuschauer: 150

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