Der HSV droht an Weihnachten der Abstiegsplatz

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Im Gegensatz zur HSV ging die Deckung des HSC Haltern-Sythen aggressiv zu Werke. In dieser Szene wird Michel Lengelsen von Julian Schrief und Fabian Berster in die Zange genommen.

Werdohl - Drei Niederlagen in Serie kassiert, nur einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge und zum Hinrundenfinale am Samstagabend den Liga-Dominator OSC Dortmund vor der Brust: Die Situation des Verbandsligisten HSV Plettenberg/Werdohl ist in der Vorweihnachtszeit alles andere als besinnlich.

Wenn die 27:31-Niederlage beim HSC Haltern-Sythen etwas Positives aus Sicht der Plettenberger und Werdohler hatte, dann in personeller Hinsicht. Nach einer krankheitsbedingt schwierigen Trainingswoche standen die gesundheitlich angeschlagenen Bardischewski, Scheerer und Lengelsen auf der Platte.

Vor allem Bardischewski machte im Rückraum ein gutes Spiel und war mit neun Toren einmal mehr erfolgreichster Werfer der HSV. Auch Pierre van der Hurk, der sich gegen Oberaden am Finger verletzte und auch noch umknickte, hinterließ in der gut besuchten Halle am Schulzentrum Haltern einen überzeugenden Eindruck, strahlte eine gewisse Galligkeit aus und haute alles raus, was möglich war. Das alles sollte zumindest Mut machen für den Jahreskehraus gegen Dortmund.

Um gegen den Tabellenführer aus der Bierstadt am Samstag in Plettenberg aber eine reelle Chance auf Zählbares zu haben, wird sich die Mannschaft von Trainer Friedhelm Ziel vor allem in der Deckung gewaltig steigern müssen. Das Abwehrverhalten in Haltern war schlichtweg mangelhaft, weil die Abstimmung fehlte und die HSV einfach keinen Zugriff auf Schrief, Schriewer, Spiekermann und Co. fand und über weite Strecken nicht in der Lage war, Anspiele an den Kreis zu unterbinden. „Wir waren zu defensiv“, meinte Trainer Friedhelm Ziel, der in 60 Minuten nahezu das gesamte Repertoire möglicher Abwehrvarianten spielen ließ. Seine taktischen Umstellungen aber griffen diesmal nicht.

„Wir wollten zwölf, 13 Punkte zur Saisonhalbzeit haben. Jetzt stehen wir nach zwölf Spielen bei neun Punkten“, sagte der Ingenieur mit Blick aufs Tableau. Im schlimmsten Fall droht dem heimischen Verbandsligisten am vierten Adventswochenende gar der Sturz auf einen Abstiegsplatz. „Wir müssen jetzt Punkte sammeln“, weiß Ziel um die brenzlige Situation, die in erster Linie auf die zahlreichen verletzungsbedingten Rückschläge in den vergangenen Wochen zurückzuführen ist.

Wie schnell sich die Dinge in dieser ausgeglichenen Liga aber auch ändern können, zeigt das Beispiel des HSC Haltern-Sythen. Die Sieben von Trainer Kay Sparenberg kletterte mit drei Siegen in Folge vom Tabellenende auf Rang neun und war am Samstagabend aller bester Laune. Dabei hat der HSC gerade einmal einen Zähler mehr auf dem Konto als die HSV.

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