HSV fehlt in Oberaden die Konsequenz

+
Sondereinheiten in Theorie und Praxis: HSV-Trainer Ziel und Kapitän Lengelsen wollen das Team in Form bringen.

Werdohl - Nachholbedarf in Sachen Umschaltspiel und Tempo: Für den heimischen Handball-Verbandsligisten HSV Plettenberg/Werdohl sind zwischen Weihnachten und Neujahr Zusatzschichten angesagt. Zumindest sehen das Trainer Friedhelm Ziel und Kapitän Michel Lengelsen so.

Wenn die Heimstätte eines Sportvereins in der Legionärstraße liegt und den Namen Römerberg trägt, und der Verein dort bislang alle seine Heimspiele in der laufenden Saison gewonnen hat, dann liegt es nahe, von einer Festung zu sprechen. Der SuS Oberaden behauptete seine Position in der Handball-Verbandsliga auch gegen die HSV Plettenberg/Werdohl und gewann mit 29:25 (16:14).

Die Hoffnung auf eine sauerländische Invasion der Festung, die in Anlehnung des Maskottchens der Oberadener „Cobraorum“ getauft werden könnte, währte zwar bis etwa fünf Minuten vor Schluss der Partie – doch in den entscheidenden Situationen waren die Gastgeber der HSV überlegen. „Die treffen und wir nicht, das ist so, wenn man da unten drin steckt“, äußerte HSV-Regisseur Michel Lengelsen, der die Abschlussschwäche als Faktor für die Niederlage ausmachte.

Die Ankündigungen des Trainers Friedhelm Ziel und des Vorsitzenden Alexander Griessl für mögliche Sondereinheiten zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel nahm er stellvertretend für die Mannschaft positiv auf: „Wir wissen, dass wir etwas tun müssen.“

Insbesondere in Sachen Umschaltspiel besteht bei der HSV großer Nachholbedarf. Durch Tempoverschleppungen oder Ungenauigkeiten beim langen Pass blieben einige Gelegenheiten für den Tempogegenstoß ungenutzt. „Um diese Situationen so flüssig wie Oberaden zu spielen, brauchen wir noch Zeit. Aber da wollen wir hinkommen“, sagte Coach Ziel, dem erstmals nach seinem Amtsantritt auch die Defensivarbeit seines Teams nicht gefiel. „Die Abstände stimmten nicht, die individuelle Fehleranzahl war zu hoch.

Und auch in der Kleingruppe, beispielsweise im ,Zwei gegen zwei’, haben wir nicht gut verteidigt.“ Für die HSV sprach der Teamgeist, den auch Kapitän Lengelsen als großes Plus benannte. Vom frühen verletzungsbedingten Aus van der Hurks (Ziel: „Einer unserer Spielintelligentesten“) ließ sich die Mannschaft nicht entmutigen und kämpfte sich in die Partie zurück. „Wir haben gesehen, dass wir leistungsmäßig von den anderen Mannschaften nicht so weit weg sind und der Kader die Qualität für die Liga besitzt“, äußerte HSV-Chef Grissl.

Auch wenn es für die Besetzung der Festung „Cobraorum“ nicht gereicht hat, sollte das Team die positiven Ansätze aus der Partie am Römerberg mitnehmen: Einige Abläufe im Angriffsspiel wirkten rund und führten zum Erfolg. Es liegt an Trainer und Mannschaft, die nötige Sicherheit in die einstudierten Konzeptionen zu bekommen. - nico

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare