Für schmal besetzte HSV wird die Luft wieder dünner

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Erfolgreiches Kreisläuferspiel der HSV Plettenberg/Werdohl in der ersten Halbzeit: Nils Scheuermann (2.v.r.) kam dank der Zuspiele von Danilo Lekovic (2.v.l.) und Co. zu vier Toren vor der Pause.

Werdohl/Plettenberg - Hin- und Rückspiel gegen den Oberliga-Absteiger HC TuRa Bergkamen hat die HSV Plettenberg/Werdohl mit drei beziehungsweise vier Toren Differenz verloren. Von daher war Friedhelm Ziel, Trainer der Verbandsliga-Handballer aus dem Lennetal, überzeugt, dass für sein Team Zählbares drin gewesen wäre bei der Partie in der Sporthalle Friedrichsberg, die 29:33 (18:18) verloren gegangen war.

Von Axel Krüger

Und die Punkte hätten der HSV gut zu Gesicht gestanden. „Wir müssen jedes Spiel gewinnen“, gab der Lüdenscheider trotz der Serie von 8:0-Punkten, die die Blau-Roten zuvor gesammelt hatten, zu bedenken.

In der Tat: Die PSV Recklinghausen, Vorletzter des Klassements ist durch den Sieg gegen den Tabellenletzten Höchsten wieder bis auf zwei Punkte an den Drittletzten Plettenberg/Werdohl heran und Westfalia Herne auf Rang elf hat dank des eigenen Erfolgs gegen die HSG Vest Recklinghausen zwei Zähler Vorsprung vor der HSV, zudem den direkten Vergleich gegen die Sauerländer gewonnen. Nächste Gegner der Herner sind außerdem die bereits abgestiegenen Höchstener...

Davon, durchatmen zu können, kann also nicht die Rede sein am Riesei und in Böddinghausen. Gegen den HC TuRa Bergkamen machte die personelle Situation Friedhelm Ziel einen Strich durch die Rechnung.

Pierre van der Hurk wegen einer Zerrung nicht einsatzfähig, Oliver de Liello erkältet, Markus Bluhm sollte eigentlich freigespielt werden, Marcel Fenner, Tarek Alissa und Mario Hurlbrink verletzungsbedingt nicht im Kader: „Da spielt man mit sieben Leuten, das ist zu wenig gegen so einen starken Gegner“, gab der HSV-Trainer zu.

Zwar ließ auch Bergkamens Spielertrainer Thomas Rycharski ein Trio seiner Spieler auf der Tribüne Platz nehmen, um es zwar einsatzbereit vor Ort zu haben, aber für die eigene, noch gefährdete Landesliga-Reserve freizuspielen. „Die, die gespielt haben, waren aber die starken Spieler“, betonte Ziel. „Gerade Rycharski ist ein Top-Spieler, er hat in der ersten Halbzeit die entscheidenden Tore und Anspiele gemacht.“

Der TuRa-Spielertrainer und der 15-fache Torschütze Damian Nowarczyk sorgten in erster Linie dafür, dass die Gastgeber trotz zwischenzeitlicher Vier-Tore-Führung für die Sauerländer zurück in die Partie fanden.

„Wir hatten uns sehr gut auf die Bergkamener eingestellt, aber nach der ersten Viertelstunde kam die Phase, in der jeder seinen persönlichen Fehler gemacht hat. Wenn wir diese vielen technischen Fehler nicht gemacht hätten, dann laufen wir wieder mit zwei, drei, vier Toren weg“, meinte Ziel ernüchtert.

Es blieb aber beim Konjunktiv – die Realität brachte den Umbruch in der zweiten Halbzeit und einen TuRa-Sieg.

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