Viele Fragezeichen für die HSV vor Oberaden-Partie

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Marc Bardischewski (links) verstauchte sich beim HSV-Auswärtsspiel in Senden am vergangenen Sonntag das Handgelenk und wird daher gegen Oberaden in der Abwehr möglicherweise pausieren müssen.

Werdohl - Der SuS Oberaden, ein Buch mit sieben Siegeln. Am Samstag (19.30 Uhr, Sporthalle Riesei) wird Trainer Friedhelm Ziel von der HSV Plettenberg/Werdohl Klarheit haben, was es mit dem schwer zu analysierenden Gegner auf sich hat. „Ich habe keinen Schimmer, warum die so weit unten stehen“, gibt Ziel zu, dass er vor der nächsten Partie im Rahmen seiner Vorbereitung auf das Duell der Handball-Verbandsliga mit einigen Fragezeichen zu kämpfen hat.

In der zurückliegenden Spielzeit geriet Oberaden in der zweiten Saisonhälfte ins Hintertreffen, weil Verletzungen den Kader ausdünnten. Aktuell scheint der SuS, der in dieser Saison einem fast unveränderten Kollektiv vertraut, aber komplett zu sein. „Wir werden uns überraschen lassen müssen“, stimmt der HSV-Coach seine Schützlinge ein. Denn so viel ist sicher: Oberaden wird die Punkte am Riesei nicht kampflos abliefern. Zu bedrohlich ist die aktuelle Situation, nur ein Punkt vom Letzten entfernt.

Bestes Mittel gegen starke und unbekannte Gegner: eine solide Vorbereitung. „Und da hakt es derzeit wieder“, bedauert der HSV-Coach, dass er von einem Training in Mannschaftsstärke weit entfernt ist. Private, berufliche und gesundheitliche Gründe erlauben nur ein Training in abgespeckter Form. Gegen Oberaden will Markus Bluhm vorsichtig versuchen, wieder ins Geschehen einzugreifen. Dafür fällt Tobias Scharpe vorerst aus. Im Rahmen einer Arthroskopie wird sein lädiertes Knie einer Inspektion unterzogen. Marc Bardischewski hat sich in Senden das Handgelenk verstaucht und wird wohl in der Abwehr pausieren müssen.

Keine optimalen Voraussetzungen für Saisonsieg Nummer fünf. Sein Hauptaugenmerk richtet Ziel auf die Stennei-Brüder Bastian und Pascal sowie Sebastian Pohl. Dieses Trio setzt die Akzente im SuS-Spiel.

Wie wird die HSV diese Herausforderung lösen? „Gegen Senden haben wir einen Rückfall in alte Muster gesehen. Das darf uns gegen Oberaden nicht noch einmal passieren. Mit Blick auf die Tabelle hätte ich gerne noch vier Punkte bis zur Weihnachtspause. Und gegen Dortmund werden die Früchte verdammt hoch hängen. Also müssen wir gegen Oberaden und dann gegen Haltern-Sythen punkten, um entspannt in die Pause gehen zu können“, hat Friedhelm Ziel klare Vorstellungen von den nächsten zwei Spieltagen.

In Senden blieb die HSV einiges schuldig: Zu viele technische Fehler, kein Aufbäumen, kein Tempospiel. Für den Samstag wünscht sich Ziel eine HSV, die ihr Kämpfergesicht aufsetzt und alles gibt – bis zum Abpfiff.

HSV: Meckel, Gerstberger – Alissa, van der Hurk, Bluhm, Traumüller, Lengelsen, Lakic, de Liello, Scheuermann, Bardischewski, Winkelsträter, Esser, Scheerer

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