Torhüter Gerstberger bei der HSV unverhofft die Nummer 1

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Vom Bezirksliga-Absteiger ins Tor des Verbandsligisten HSV Plettenberg/Werdohl: Martin Gerstberger.

Werdohl - Es gibt dieses auch im Sport häufig zitierte Sprichwort mit dem kalten Wasser. In das wurde am Sonntagnachmittag auch Martin Gerstberger geworfen. Der Torhüter, der in diesem Sommer vom Bezirksliga-Absteiger VfB Altena zum Verbandsligisten HSV Plettenberg/Werdohl gewechselt war und dort als zweiter Keeper hinter Marcel „Locke“ Kämmerer aufgebaut und gefördert werden sollte, gab im Auswärtsspiel bei der HSG Vest Recklinghausen von Beginn an sein Debüt im HSV-Tor.

60 Minuten später hatte sich der Evingser freigeschwommen und durfte zusammen mit dem Team von Friedhelm Ziel den ersten Saisonsieg feiern.

Gerstberger musste im Vest von Beginn an in den HSV-Kasten, weil Marcel Kämmerer nach einem Kreuzband- und Meniskus-Riss in der vergangenen Woche schweren Herzens sein Karriereende verkündete. Verkünden musste. Aus der Nummer 2 Martin Gerstberger wurde so die Nummer 1.

„Für ‘Locke’ tut es mir unendlich leid. Für uns alle war seine schwere Verletzung ein Schock. Ich hatte mich darauf gefreut, mit ihm die Saison zu spielen. Marcel ist ein sehr guter Torwartkollege, der mich im Training immer unterstützt hat“, sagt Martin Gerstberger. Es sind ehrliche Sätze eines 25-Jährigen, auf dessen Schultern nun große Verantwortung lastet. Zumindest für neutrale Beobachter.

„Für mich ist es keine Last. Ich sehe die Situation eher als Herausforderung“, betont der Evingser. Dass er vor der Partie in Recklinghausen nervös gewesen sei, gibt „Matta“ offen zu: „Na klar. Ich habe in der letzten Saison noch in der Bezirksliga gespielt. Und auf einmal stehst du bei einem Verbandsligisten von Beginn an zwischen den Pfosten...“

Zwischen dem Gestänge wird Gerstberger auch in den kommenden Wochen stehen und will sich – wie beim Sieg am Sonntag im Vest – als Rückhalt seines Teams erweisen. „Ich denke, dass ich in Recklinghausen schon ein gutes Spiel gemacht habe. Ich werde mein Bestes geben und mich in den Dienst der Mannschaft stellen. Wir haben ein echt geiles Team, das zusammenhält und mich super aufgenommen und unterstützt hat“, sagt der 25-Jährige.

Er lässt nicht unerwähnt, wie schön es am Sonntag gewesen sei, vom verletzten Marcel Kämmerer unterstützt worden zu sein: „Er hat mir von der Bank aus Tipps gegeben, mich immer wieder angefeuert. Das war toll.“

Klingt so, als sei das kalte Wasser gar nicht so schlimm gewesen...

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