HSV Werdohl/Plettenberg muss in Bergkamen ran

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Packende Angelegenheit: Gegen Herne lieferte die HSV Plettenberg/Werdohl einen Kampf mit offenem Visier. In Bergkamen will die Sieben von Trainer Friedhelm Ziel ihre gute Serie ausbauen.

Werdohl - Aus den zurückliegenden sieben Spielen holte die HSV Plettenberg/Werdohl ein Dutzend Punkte, verlor nur beim TuS Ferndorf II. Trainer Friedhelm Ziel träumt davon, die beeindruckende Bilanz seiner von vielen Trainerkollegen bereits abgeschriebenen Mannschaft weiter auszubauen – am Samstagabend (19.15 Uhr) in Bergkamen.

Allerdings, und das weiß auch Friedhelm Ziel ganz genau, steht der HSV in der Berkamener Sporthalle am Friedrichsberg im wahrsten Sinne des Wortes ein Goliath gegenüber.

Der HC TuRa Bergkamen stieg aus der Oberliga ab. Und offenbar wird dort eine ganz andere Härte vorausgesetzt als in der Verbandsliga. Die bekamen Bardischewski und Co. im Hinspiel zu spüren. Trotzdem hielt Plettenberg/Werdohl dagegen, unterlag am Ende 21:24. Verdienst eines ungebrochenen Willens und einer starken Torwartleistung, erinnert sich der HSV-Trainer an die „Schlacht“ in Böddinghausen.

Durch die Erfolge der zurückliegenden Wochen hat sich die HSV eine vielversprechende Position erarbeitet, kann sich Hoffnungen auf ein weiteres Jahr in der Verbandsliga machen. In Bergkamen steht der Trainer vor der Frage, wie viel er investieren will. Geht er jedes Risiko ein, auch auf die Gefahr hin, dass womöglich Spieler für die drei noch ausstehenden Spieltage ausfallen werden? Eine schwierige Situation. Personell will er auf Nummer sicher gehen, hat im Vorfeld alle Optionen ausgelotet. Weil Fenner aus gesundheitlichen Gründen ein Sportverbot „absitzt“, Lakic im Urlaub weilt sowie die Einsätze von van der Hurk (angeschlagen) und Alissa (private Verpflichtung) fraglich sind, klopfte Ziel bei der Reserve an. Bluhm wird aushelfen, Hurlbrink musste passen.

Vom Anforderungsprofil her erwartet die HSV am Samstagabend ein Kontrastprogramm. Herne am Dienstag war extrem flink, lebte vom schnellen Pass- und Kombinationspiel. Bergkamen ist Power, schiere Kraft und Größe.

Obwohl der Ex-Oberligist von seiner Physis profitiert, kann er auch schnellen Handball spielen. Aus dem Positionsspiel heraus gibt es zwei favorisierte Varianten: Abschluss über die starken Distanzschützen oder den mächtigen „100-Kilo-Kreisläufer“ bedienen – wie ihn Ziel nannte.

„Im Hinspiel haben wir außerdem in Über- wie Unterzahl schlecht gespielt. In Überzahl haben wir keine Tore geworfen, in Unterzahl zu überhastet abgeschlossen“, ist Ziel bei seiner Video-Analyse aufgefallen. „Das geht besser“, fordert er und hat Sieg Nummer sieben aus acht Spielen ins Auge gefasst. - Von Markus Jentzsch

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