HSV Plettenberg/Werdohl jubelt beim 33:29 in Recklinghausen

Die Spieler der HSV Plettenberg/Werdohl feierten in Recklinghausen ihren ersten Saisonsieg in der Handball-Verbandsliga. - Archivfoto: Jentzsch

RECKLINGHAUSEN - Aufatmen bei der HSV Plettenberg/Werdohl: Die Sieben von Trainer Friedhelm Ziel setzte sich am Sonntag bei der HSG Vest Recklinghausen mit 33:29 (14:13) durch und feierte damit nach zuvor zwei Niederlagen im dritten Anlauf ihren ersten Saisonsieg in der Handball-Verbandsliga.

Von Anfang an sah sich Ziel in seiner Annahme bestätigt, dass die Hausherren vor allem über ihren Kreisläufer den Erfolg suchen würden. Rund 70 Prozent der Pässe, so die Schätzung des HSV-Coaches, kamen in diese Zone. Hauptsächlich dies war auch der Grund, weshalb Ziel sich nach knapp 20 Minuten beim Stande von 8:7 für die HSG entschied, von der relativ offenen 3:2:1-Deckung abzurücken und seine Sieben wieder in einer 6:0-Formation anzuordnen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die HSV wie schon im Spiel gegen den HC TuRa Bergkamen, als Torhüter Marcel Kämmerer erneut einen Kreuzbandriss erlitt und daraufhin sein Karriereende erklärte, abermals das Verletzungspech heimgesucht. Oliver de Liello zog sich im zweiten Angriff nach seiner Hereinnahme eine Knieverletzung zu und musste das Parkett wieder verlassen. Noch kann Ziel die Schwere der Blessur nicht abschätzen, das Gastspiel im Vest war für de Liello jedenfalls beendet.

Nach dem Wechsel auf die 6:0-Deckung gewann Plettenberg/Werdohl allmählich Oberwasser, arbeitete sich über 10:9 aus HSV-Sicht (21.) und 13:11 zur 14:13-Pausenführung, die Nils Scheuermann mit dem letzten Angriff vor der Sirene besorgte. Die zweiten 30 Minuten verliefen zunächst ausgeglichen, ehe die Sauerländer bei 17:17 (35.) wieder das Kommando übernahmen. Über 21:19 und 23:20 (43.) zogen die Gäste auf 28:23 (51.) davon. Zeitstrafen verteilten sich im Gegensatz zu den vorangegangenen Partien der HSV diesmal gleichmäßig – jeweils vier für beide Teams in der Schlussviertelstunde. Der Recklinghausener Manndeckung trotzten Ziels Schützlinge in den letzten Minuten, ließen die HSG nie näher als bis auf drei Tore herankommen. Nach Ziels Auszeit und dem Treffer zum 29:32 (58.) war das Duell entschieden.

HSV: Gerstberger – Scheerer (3), Scheuermann (5), van der Hurk (8), Bluhm (2), Lengelsen (4), Esser (1), Traumüller (5), Bardischewski (5/4), Winkelsträter, Lakic, de Liello, Scharpe

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