Bardischewski verlässt die HSV Richtung Hagen

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Marc Bardischewski schließt sich im Sommer nach drei Jahren bei der HSV dem Oberliga-Team des VfL Eintracht Hagen an – mit der Perspektive, in den Zweitliga-Kader aufzurücken.

Werdohl - Seit Donnerstagabend ist es amtlich: Marc Bardischewski wird Handball-Verbandsligist HSV Plettenberg/Werdohl zum Ende der Saison verlassen und als Perspektivspieler zum Oberliga-Team des VfL Eintracht Hagen wechseln.

Bereits im November war der wurfgewaltige Rückraumspieler zu einem Probetraining eingeladen worden und hatte dort im Kreis des Zweitliga-Kaders einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Hagener boten Bardischewski einen Vertrag für das Oberligateam an – er soll zudem dem Perspektivkader der Zweitliga-Mannschaft angehören.

Donnerstagabend im Rahmen des Trainings informierte der Rechtshänder nach Bedenkzeit Vorstand, Mannschaft und Trainer der HSV, dass er eine Entscheidung pro VfL getroffen habe. Der Wechsel habe rein sportliche Gründe, erklärte der Sympathieträger. Aber an der Volme bietet sich dem 23-Jährigen die Chance, höherklassig Fuß zu fassen. „Wir haben Verständnis, dass er es versuchen will, bedauern aber gleichzeitig seinen Wechsel – menschlich und sportlich ein herber Verlust für uns“, sagt der Sportliche Leiter Dirk Schulte. Für Trainer Friedhelm Ziel kam die Meldung nicht überraschend. Bardischewskis Feedback nach dem vielversprechenden Probetraining habe bereits angedeutet, wo die Reise hingeht. Drei Jahre hat Bardischewski erst für die HSV Werdohl/Versetal, dann unter dem Dach der HSV Plettenberg/Werdohl um Punkte gekämpft.

Hinsichtlich der Personalplanungen steht die HSV nun vor einem gewaltigen Problem. Die Suche nach Alternativen zu Bardischewski verlief bisher erfolglos. Einen Spieler seines Kalibers im näheren Umfeld zu finden, sei schwer, gibt der Sportliche Leiter zu. Für Spieler zum Beispiel aus dem Dortmunder Raum ist der zeitliche Aufwand häufig zu hoch. Talente aus der Region gebe es zwar, aber Beruf, Studium und andere Verpflichtungen würden immer wieder gegen ein Engagement bei der HSV sprechen.

Zur bescheidenen aktuellen Tabellensituation gesellen sich in der Weihnachtszeit also akute Personalsorgen. Am Donnerstag verletzte sich auch noch Markus Winkelsträter. Weil Michel Lengelsen ebenfalls ausfällt, steht Ziel gegen den Tabellenführer aus Dortmund am Samstag ohne etatmäßigen Spielmacher und ohne einen geschulten „Vorgezogenen“ da.

„Ein Wahnsinn, was sich hier gerade abspielt“, kann der HSV-Trainer die Fülle an Hiobsbotschaften nicht fassen. Wann Markus Bluhm zurückkehrt, ist offen. Der OP-Termin für Tobias Scharpe (Knie) wurde in den Januar verschoben, weil sich im Gelenk noch ein Bluterguss befindet. Auch hier ist ein Comeback-Termin nicht absehbar.

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