Unnötige Roosters-Fehler

Die Iserlohn Roosters um Richard Jares (links) leisteten sich gegen Mannheim und Berlin zu viele Fehler. Foto: Jentzsch

Iserlohn – Dass sie unzufrieden sind, daraus machten Mannschaft und Trainer der Iserlohn Roosters nach dem zweiten DEL-Wochenende keinen Hehl. Null Punkte sind weniger als erhofft, auch wenn man sich sicher war, dass die Hürden Mannheim und Berlin nur schwer Zählbares zugelassen hätten.

Dabei waren die Sauerländer in Mannheim ganz nah dran. Bis zur 58. Minute führte man mit 3:2, um dann nach taktisch klugem Spiel, guter Torhüterleistung und Effektivität im Angriff noch mit 3:4 zu verlieren. „Die letzten beiden Gegentreffer waren absolut unnötig, da haben wir Fehler gemacht, die uns einfach nicht passieren dürfen, der Rest aber war sehr zufriedenstellend, ich war stolz auf meine Mannschaft“, so Pasanen.

Um diese Aussagen zu verstehen, muss man sich intensiv mit dem System auseinandersetzen. Das sieht gegen die absoluten Topmannschaften vom Grundsatz her wenig Scheibenbesitz vor. „Wichtig ist, dass unsere Defensivformation schon in der neutralen Zone beginnt. Dann hat der Gegner vor unserem Tor keine Chance sich durchzusetzen, kann zwar über die Außenpositionen spielen, aber nicht nach innen ziehen“, erklärt der Finne. Weil der Plan nach rund zehn Minuten aufging, habe man sich gegen die spielerisch überlegenen Adler auch einen Drei- Tore-Vorsprung erarbeiten können.

Was gegen Mannheim abgesehen von der Schlussphase passte, war gegen die aggressiven Eisbären schon schwieriger umzusetzen. Das aber hatte weniger mit dem System zu tun, als mit der Einsatzbereitschaft der Spieler. Die waren nicht ganz so lauffreudig und deshalb nicht nah genug am Gegner, was den Eisbären immer wieder Vorteile ermöglichte. „Da waren Augenblicke drin, in denen wir ganz gut gespielt haben, da waren aber auch Momente im Spiel, in denen haben wir uns schon defensive Aussetzer geleistet, die uns so nicht passieren sollten“, so Assistenzkapitän Alex Foster. Der Cheftrainer war vor allem über den Start in die Partie überrascht: „Ich habe mich gewundert, wie lange wir brauchen, um reinzukommen, das kann ich noch nicht erklären.“

Hinzu kommen die verletzten und angeschlagenen Spieler. Jeff Giuliano fehlt seit Wochen, der mit seiner harten Arbeit die dritte Sturmformation in jedem Fall besser machen kann. Verteidiger Colten Teubert, der gegen Berlin schmerzlich vermisst wurde, muss jetzt wohl aufgrund von Rückenproblemen passen, außerdem ist Mike York ebenfalls angeschlagen, hat einen Bluterguss am verletzten Bein. Während Giuliano aber heute ins Training einsteigen soll, ist die Rückkehr der anderen noch offen. Keine guten Voraussetzungen vor dem schweren Match am Freitag beim Ligakrösus und Michael Wolfs Team Red Bull München.

Von Mirko Heintz

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