Heinemann wird TSE zum Saisonende verlassen

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Hat das Gefühl, die Mannschaft nicht mehr in allen Punkten zu erreichen: Boris Heinemann.

Altena - Vorgezogener Aschermittwoch beim Handball-Bezirksligisten TS Evingsen: Mitten in den Höhepunkt des Karnevals platzt die Nachricht, dass Trainer Boris Heinemann trotz mündlicher Zusage vor wenigen Wochen seinen Posten als Cheftrainer zum Saisonende doch räumen und den Verein nach dann fünfjähriger Arbeit verlassen wird.

„Boris hat mich über seine Entscheidung bereits am vergangenen Samstag vor dem Spiel gegen Villigst-Ergste informiert. Er ist der Meinung, die Mannschaft nicht mehr in allen Punkten zu erreichen. Das Engagement der Mannschaft sei ihm zu wenig“, betont TSE-Abteilungsleiter Klaus Druskus, für den die Entscheidung Heinemanns völlig überraschend gewesen sei: „Boris hat bei uns bis jetzt hervorragende Arbeit geleistet. Auf ihn konnten wir uns immer zu 100 Prozent verlassen. Ich bin ihm auch nicht böse, wenngleich seine Entscheidung auf jeden Fall ein Rückschlag ist. Wir waren früh mit unseren Planungen, in der Boris eine große Rolle spielte, fortgeschritten. Unsere Mannschaft hat für die neue Saison fast schon komplett zugesagt. Es wird jetzt nicht einfach, adäquaten Ersatz zu finden“.

Die Suche nach einem Nachfolger für den 33-jährigen Iserlohner, der die Turnerschaft in der Saison 2013/14 aus der Kreis- in die Bezirksliga führte, hat die Abteilungsleitung um Klaus Druskus bereits aufgenommen. Ziel sei es, der Mannschaft so schnell wie möglich einen neuen und vor allem qualifizierten Übungsleiter zu präsentieren.

„Ich fühle mich bei der TSE noch immer sehr wohl. Aber sportlich läuft es einfach nicht so, wie ich mir das vorstelle. Das hat viel mit der Trainingsarbeit zu tun. Ich kann zum Beispiel oft nur in kleinen Gruppen am Deckungsverhalten trainieren. Und das merkt man dann im Spiel. Wir bekommen viel zu viele Gegentore“, sagt Boris Heinemann, dem die Entscheidung sehr schwer gefallen sei. „Ich habe mir das reiflich überlegt und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ein neuer Trainer neue Impulse setzen könnte. Bis zum Saisonende werde ich alles geben und mit der Mannschaft gemeinsam alles dafür tun, um die Klasse zu halten“, so Heinemann, dessen Team nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge in Abstiegsgefahr geraten ist.

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