Fußball-Kreisliga A Lüdenscheid

TuS Neuenrade das Maß aller Dinge 

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Der TuS Neuenrade kam in der Kreisliga-Hinrunde aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus.

Kreisgebiet - Überraschend ist es eigentlich nicht, unterm Strich aber doch eine große Überraschung. Ein Widerspruch? Mitnichten, wenn es um die Belange der Fußball-Kreisliga A geht.

Der TuS Neuenrade steht schon seit Wochen als „Halbzeitmeister“ des Fußball-Kreisoberhauses fest. Daran überrascht allenfalls der Zeitpunkt, nicht aber die Tatsache: Denn den TuS Neuenrade hatten alle Ligakonkurrenten schon vor Saisonbeginn auf der Favoritenrechnung, wenn es um den Lüdenscheider Aufstiegskandidaten in die Bezirksliga ging.

Alle Konkurrenten waren sich aber beinahe auch einig in der Gesamteinschätzung der Situation wie SC Lüdenscheids Coach Matthias Thielicke: „Spannend und interessant wird die Liga“, hatte er vor Saisonbeginn stellvertretend für fast alle Kollegen ausgeschlossen, dass es erneut eine „Überfliegermannschaft“ wie den TuS Grünenbaum in der Vorsaison geben könnte. Auch Abi Ouhbi, der vom Bezirksliga-Absteiger Phoenix Halver zu den Neuenradern gewechselte Chefcoach, hatte sich vehement gegen die Rolle des Topfavoriten gewehrt: Dass der „Vize“ der Spielzeit 17/18 automatisch der Topfavorit der Spielzeit 18/19 werde, das war dem Bergstädter schlicht und einfach „zu kurz gesprungen.“ Vielmehr erwartete auch Ouhbi eine breite Ligaspitze.

Die vergangenen vier Monate haben das Gegenteil bewiesen: Überraschend ist der TuS Neuenrade beinahe genauso dominant wie im Vorjahr die Grünenbaumer. Nach 13 Spieltagen ist nur das Team aus der Hönnestadt noch ungeschlagen. Zehn Siege und nur drei Remis – bei den Nachbarn Eyüpspor Werdohl und VfB Altena sowie gegen den TuS Ennepe – stehen für den TuS bislang zu Buche, seit sieben Spieltagen ziert die Ouhbi-Truppe die Tabellenspitze, hat auf den ärgsten Verfolger, Neuling TSV Oestertal, schon acht Punkte Vorsprung. Der Aufsteiger aus der Vier-Täler-Stadt weist ebenso wie der drittplatzierte TSV Rönsahl und der aktuelle Rangvierte, A-Liga-Rückkehrer VfB Altena, schon vier Niederlagen auf.

Kein Wunder also, dass die Kicker aus dem Wald-Stadion sowohl Heim- (vor TSV Rönsahl und TSV Oestertal) als auch Auswärtstabelle (vor VfB Altena, SC Lüdenscheid und TSV Oestertal) anführen. Nur in Sachen Torhunger werden die offensivfreudigen Kicker um Torjäger Ömer Sönmez übertroffen. Den Bestwert haben die „jungen Wilden“ von Ennepes Trainer Martin Skorupski mit 45 erzielten Treffern knapp vor den Neuenradern (44) und dem angriffsstarken TSV Rönsahl (43) inne. In Sachen Gegentoren ist aber wieder das Ouhbi-Team richtungweisend: Ganze 18 Gegentreffer hat der Spitzenreiter in den 13 Begegnungen kassiert und führt damit deutlich das Ranking vor Eyüpspor Werdohl (25) sowie Oestertal und dem SC Plettenberg (je 28) an.

Zu den größten Enttäuschungen der Hinrunde im Kreisoberhaus gehört neben den heißen Abstiegskandidaten TuS Versetal und Kiersper SC II (je 11 Punkte) vor allem das einst ambitionierte Quartett aus der Kreisstadt selbst: Türkischer SV (13), SV Hellas (15), Sport-Club (16) und LTV 61 (17) rangieren auf den Plätzen zwölf bis neun.

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