Fußball

Duo übernimmt das Zepter beim TuS Plettenberg

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Der sportliche Leiter des TuS Plettenberg, Markus Hildebrandt (links), schenkt Domenico Musella auf der Position des Trainers das Vertrauen.

Plettenberg - Der Fußball-Bezirksligist TuS Plettenberg hat die Nachfolgelösung für den zum Saisonende ausscheidenden Trainer Uwe Helmes gefunden.

Der bisherige Co-Trainer Domenico Musella rückt in die Cheftrainerposition auf und erhält Unterstützung durch einen spielenden Co-Trainer. Dieser wird mit dem zurzeit noch für den Arnsberger A-Ligisten SSV Küntrop aktiven Florent Zejnullahu ein Mann mit TuS-Vergangenheit sein. 

„Wir werden Domenico jetzt die Chance und das Vertrauen geben“, sagt der Sportliche Leiter der Blau-Gelben, Markus Hildebrandt. „Er hat im Oktober keine Minute gezögert und sich zur Verfügung gestellt, nachdem wir uns von Kosta Michailidis getrennt hatten.“ Musella, kürzlich zum zweiten Mal Vater geworden, hatte zuvor die A-Junioren der FSV Werdohl in Richtung Bezirksliga geführt und auch beim TuS Plettenberg bereits als Trainer im Nachwuchsbereich gearbeitet. Zu Florent Zejnullahu bestand der Kontakt bereits seit einem gemeinsam absolvierten C-Lizenz-Lehrgang. 

„Florent ist ein gestandener Spieler, der im Fußball schon viel gesehen hat. Ich habe es als sehr positiv empfunden, dass wir in vielen Dingen die gleiche Sichtweise haben“, gibt Hildebrandt den Gang der Gespräche mit Zejnullahu wieder, mit dem er schnell auf einen Nenner gekommen sei. Der Werdohler erfüllt überdies Hildebrandts Anforderungsprofil, schon einmal das Trikot der Plettenberger getragen zu haben. Als kopfballstarker Innenverteidiger wechselte Florent Zejnullahu nach hochklassigen Stationen als Nachwuchsspieler beim VfL Bochum (B-Junioren-Bundesliga) und den SF Oestrich-Iserlohn (A-Junioren-Westfalenliga) zum TuS Plettenberg. Der jüngste Spross der Fußballerfamilie Zejnullahu, zu der auch seine Brüder Fitim, aktuell Trainer des Landesligisten FSV Werdohl, und Fisnik, Spieler beim Oberligisten RSV Meinerzhagen, gehören, kickte zu Landesligazeiten unter den Trainern Irfan Buz, Tobias Wolfsheimer und Niko Douros bei den Blau-Gelben. Danach folgten die Stationen TuS Neuenrade, VfB Altena, FSV Werdohl, erneut VfB Altena und schließlich seit 2016 der SSV Küntrop. Schon dort ist Florent Zejnullahu auf dem Spielfeld der verlängerte Arm von Trainer Giuseppe Ventimiglia.

Florent Zejnullahu wird spielender Co-Trainer.

Beim Hallenturnier um den Volksbanken-Wintercup im Januar übernahm der 31-jährige Zejnullahu eigenverantwortlich das Coaching auf der Bank und führte die Küntroper überraschend bis in die Endrunde um den Supercup. Musella und Zejnullahu sollen mit einer „jungen, hungrigen Truppe“, so Hildebrandt, arbeiten, die mit 14 festen Zusagen bereits ein gutes Gerüst für die Spielzeit 20/21 besitzt. Als Innenverteidiger werde Zejnullahu zudem genau die Lücke füllen, die Christian Hagedorn hinterlässt, der eine neue Herausforderung sucht. 

Die weiteren Planungen der Plettenberger sind in hohem Maße davon abhängig, in welcher Liga es für die Blau-Gelben weitergeht. „Viele Spieler warten ab, wo die sportliche Zukunft uns hinführt“, wünscht sich Markus Hildebrandt möglichst rasch Klarheit, ob der Tabellenletzte der Bezirksliga 5 trotz des drohenden Abstiegs in der Klasse weiterspielen darf oder in die Kreisliga A absteigen muss. Der Sportliche Leiter sieht derzeit kaum Chancen, die Saison noch regulär beenden zu können, zumal jedem Verein bei einer Fortsetzung der Spielzeit ja auch noch eine Phase des gemeinsamen Trainings ermöglicht werden müsste. 

Einen verordneten Abstieg will man im Lennestadion aber nicht hinnehmen: „Wir haben so viel in der Winterpause investiert und eine Mannschaft gebildet, mit der wir, ginge es jetzt von vorne los, sicherlich nicht in Gefahr geraten würden. Gegen einen Abstieg würden wir klagen“, wünscht sich Hildebrandt eine Lösung analog zum Handball, wo es nur Aufsteiger, aber keine Absteiger geben soll. 

Immerhin aber hat ein Großteil der Spieler die Zusage für die A-Liga gegeben, was auch für die beiden Trainer gilt, so dass die Plettenberger im Kreisoberhaus sofort wieder angreifen könnten.

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