Pre-Playoff

Über München ins DM-Viertelfinale

So fröhlich wie hier bei Jeff Giuliano, Colten Teubert und Lasse Kopitz (v.l.) soll es am Freitagabend nach dem Abpfiff des entscheidenden Pre-Playoff-Matches bei den Roosters zugehen. Foto: Jentzsch

Iserlohn - München gegen Iserlohn, das war eigentlich nur eine Mini-Serie: Ligakrösus gegen Underdog. Seit Mittwochabend aber ist es ein echtes Playoff-Duell, das Freitagabend (19.30 Uhr, Olympia-Eissportzentrum) in der bayrischen Landeshauptstadt in die Entscheidung geht: Die Roosters können den haushohen Favoriten aus dem Wettbewerb kegeln und selbst ins DM-Viertelfinale einziehen.

Die Red Bulls klagten nach der 2:3-Niederlage am Seilersee über das unmögliche Verhalten, meckerten über die Zeitnahme und warfen dem Roosters-Team vor, absichtlich den Münchener Keeper Noronen attackiert zu haben. „Das ist nichts anderes als die verbale Wundertüte von Pierre Pagé. Er ist erfahren und er spielt mit allen Tricks – das ist einer davon“, so Trainer Jari Pasanen. Wenn er Angriffe nach dem Abpfiff auf einen Torhüter gesehen hat, dann vielleicht auf Erik Ersberg. Psychotricks und markige Worte bleiben auch in Pasanens Nähkästchen, nur einmal lässt er sich beim Blick voraus auf das bis dato wichtigste Saisonspiel eine gefärbte Aussage entlocken. „Wir haben unsere Hoffnungen von einem Sieg in der Serie doch schon erfüllen können, für München aber könnte der Abend zu einer Blamage werden. Das Umfeld erwartet nichts anderes als einen Sieg. Der ist aber im Sport nicht planbar. Wir werden uns so teuer wie möglich verkaufen“, so Pasanen, der die Erwartungshaltung des Münchener Umfeldes sportlich schwer nachvollziehen kann.

Der Finne ist in Gedanken da lieber bei einer guten Vorbereitung für Spiel drei, obwohl er nicht glaubt, dass beide Mannschaften sich wirklich überraschen können. „Pagé ist ein hervorragender Trainer, der viele clevere Ideen aus dem Hut zaubern kann, bislang aber hat es keine Überraschungen gegeben“, äußert Pasanen, der seine Mannschaft notgedrungen umbauen muss, da für seinen Topverteidiger, den Tschechen Richard Jares, die Saison beendet ist. Wie vermutet zog sich Jares am Mittwoch einen Unterkieferbruch zu, nachdem er aus kurzer Distanz einen Schuss ins Gesicht bekommen hatte. „Es tut uns allen für ihn sehr leid. Da reißt man sich ein ganzes Jahr den Allerwertesten auf und dann fällt man in einer solch entscheidenden Phase aus“, so Collin Danielsmeier, der die Jares-Position übernehmen und vom defensiven Mittelstürmer der vierten Reihe auf eine Verteidigerposition wechseln wird. „Kein Problem! Collin hat in den letzten Spielen wieder zu seiner vollen Leistungsfähigkeit gefunden, macht einen guten Job. Christian Hommel ersetzt seinen Teamkollegen dafür in der vierten Formation. Und im Tor steht Erik Ersberg“, so Pasanen.

Das sagt Roosters-Coach Pasanen vor dem Spiel.

Hommel stellte beim Einstieg in den Bus klar: „Außenstehende meinen vielleicht, dass wir zufrieden sind. Wir wollen aber mehr und haben alle Chancen, das zu erreichen. München wir kommen!“

Das Spiel wird heute Abend von Radio MK und auf laola1.tv übertragen. - von Mirko Heintz

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