Basketball

Baskets-Duo schafft den Sprung in Phoenix-Kader für EYBL

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Freuen sich auf das Abenteuer EYBL (von links): Panagiotis Mousionis und Julius Zacharias.

Kreisgebiet – Internationale Vergleiche auf Vereinsebene waren für den jüngeren Basketball-Nachwuchs – abgesehen von einigen wenigen Turnieren – eher die Ausnahme. Und auf eben einem solchen Turnier in Tallinn (Estland) entstand 1998 bei Funktionären und Trainern von Vereinen aus Russland und den baltischen Staaten die Idee, einen Wettbewerb zu schaffen, um sich regelmäßig miteinander zu messen. Das Kind bekam auch direkt einen Namen: European Youth Basketball League oder kurz EYBL.

Mit sechs Teams aus Osteuropa ging es damals los, mittlerweile umfasst das Teilnehmerfeld rund 180 Mannschaften aus 25 Ländern, die in fünf Altersklassen bei den Jungen auf Korbjagd gehen. Und auch bei den Mädchen geht der Wettbewerb inzwischen in seine schon 16. Saison. Erstmals dabei sein wird in diesem Jahr auch eine Mannschaft von Phoenix Hagen, und zwar in der U14-Klasse.

Maßgeblicher Initiator ist Stanley Witt: Der ehemalige Phoenix-Spieler kehrte im Frühjahr aus Rostock zu den „Feuervögeln“ zurück, fungiert dort als Jugendkoordinator und Cheftrainer der U19-Mannschaft in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL). Und nachdem er in Rostock schon eine EYBL-Mannschaft ins Leben gerufen hatte, tat Witt das jetzt auch in der Volmestadt. In der Praxis bedeutete das, dass er seit Ende der Sommerferien interessierte Youngster unter 14 Jahren einmal pro Woche samstags zu einem offenen Training einlud. Rund 25 Kandidaten sind seitdem in intensiven Einheiten auf Herz und Nieren geprüft worden, vor rund dreieinhalb Wochen traf Witt dann eine Auswahl und nominierte einen zwölfköpfigen Kader.

Und dem gehören sehr zur Freude des 1. Vorsitzenden Frank Zacharias auch zwei Nachwuchsspieler der Baskets Lüdenscheid an: zum einen sein 13-jähriger Sohn Julius, dazu der erst zwölfjährige Panagiotis Mousionis. Insgesamt stehen in den kommenden Monaten drei internationale Turniere auf dem Programm, los geht es mit der ersten Veranstaltung vom 28. November bis 1. Dezember in Warschau.

Weitere Turniere bei gutem Abschneiden

Nach einem Abschlusstraining sowie einer Einkleidung mit Trainingsanzügen und Trikots reist der Tross am Donnerstag, 27. November, mit dem Flugzeug von Düsseldorf in die polnische Hauptstadt, wo dann in den folgenden drei Tagen fünf Spiele auf dem Turnierplan stehen: am Freitag gegen Ochota Hutnik (Polen) und Zmiki Minsk (Weißrussland), am Samstag gegen BS Ridzene (Lettland) und – als Höhepunkt – gegen den russischen Traditionsverein ZSKA Moskau, ehe zum Abschluss am Sonntag noch der Vergleich mit dem weiteren deutschen Vertreter Niners Chemnitz ansteht.

Neben Stanley Witt wird als zweiter Coach noch Alex Nolte, Co-Trainer bei den Phoenix-Herren aus der 2. Bundesliga ProA, die Reise nach Polen mit antreten, und auch bei diesem Duo ist die Vorfreude groß. „Hier ist viel basketballerisches Talent vorhanden. Uns fehlt es zwar ein wenig an Körpergröße, aber die werden wir durch Herz wieder gut machen“, so Witt, für den das Sammeln von Erfahrung im Vordergrund steht. Die weiteren Turniere finden dann in Riga (Lettland) vom 23. bis 26. Januar und in Komarow (Polen) vom 26. bis 29. März statt. Und abhängig vom sportlichen Abschneiden winkt dann noch vom 16. bis 19. April das Superfinale erneut in Riga. Das alles ist aber noch Zukunftsmusik, erst einmal steht der Trip nach Warschau an – und der wird, nicht nur für das Baskets-Duo, aufregend genug.

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