Schach, Deutsche Meisterschaft der U12

SvG Plettenberg nach dem 2. Tag in Magdeburg auf Rang acht

Der Spielsaal des Maritim-Hotels in Magdeburg
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Große Bühne für die U12 der Schachvereinigung Plettenberg: Das heimische Quartett, Blickrichtung Kamera, kämpft seit Donnerstag im Magdeburger Maritim-Hotel um die Deutsche Vereinsmeisterschaft.

Endlich wieder ein großes Turnier für die U12-Junioren der Schachvereinigung Plettenberg! Am Mittwoch reisten die vier Spieler gemeinsam mit ihren Eltern und Trainer Alex Browning zur deutschen Vereinsmeisterschaft nach Magdeburg. Dort wurde abends mit Spannung auf die Auslosung zur ersten Spielrunde gewartet. Als Gegner stand dann letztlich der SV Vimbuch fest.

Magdeburg - Für das frühe 1:0 gegen die Badener sorgte dann am Donnerstagmorgen Moritz Schmidt, der seinen Gegner schon nach 28 Zügen zur Aufgabe zwang. Kurz darauf erhöhten Julian André Selter und Jiehou Nhan auf 3:0, bevor Jinhon Nhan mit seinem Sieg für den 4:0-Endstand sorgte. Als Tabellenzweiter bescherte das Schweizer System den Plettenbergern mit dem Hamburger SK einen der Topfavoriten am Nachmittag.

2. Runde gegen Hamburger SK

Gegen die Hanseaten wurde ein harter Kampf erwartet, der es letztlich auch wurde –allerdings mit schlechtem Ausgang für das Team aus der Vier-Täler Stadt. Fast zeitgleich mussten zunächst Julian André Selter und Moritz Schmidt am dritten und vierten Brett gegen deutlich stärkere Gegner die Waffen strecken, bevor auch Jiehou Nhan stark unter Druck geriet und letztlich sein Spiel nicht halten konnte. Als letzter kämpfte lediglich noch Jinhon Nhan am Spitzenbrett, um dem Team wenigstens noch einen Brettpunkt zu sichern. Aber auch dieses Vorhaben misslang und der Mannschaftsführer musste sich nach 3,5 Stunden Spielzeit zum 0:4-Endstand geschlagen geben.

Nach einem sehr guten Turnierstart und dem Dämpfer im zweiten Durchgang fand sich das Team von Alex Browning nun im Mittelfeld der Tabelle wieder und benötigte in der nächsten Runde dringend einen Sieg, um den Anschluss an die vorderen Plätze nicht frühzeitig zu verlieren.

3. Runde gegen SC Brandeck-Turm Ohlsbach

Und dies gelang am Freitagvormittag: Gegen den SC Brandeck-Turm Ohlsbach feierten die Plettenberger einen knappen 2,5:1,5-Erfolg. Der Papierform nach hatten die Talente aus dem Ortenaukreis an den ersten beiden Bretter Vorteile, so dass es auf die Positionen drei und vier ankam, wo die Plettenberger als favorisiert anzusehen waren.

Wichtig deshalb, dass Jinhon Raymon Nhan mit Schwarz gegen den 126 DWZ-Punkte besser eingestuften Julius Semling am Spitzenbrett schon nach einer Stunde ein Remis herausholen konnte. Moritz Schmidt holte sich mit dem 29. Zug am 4. Brett gegen Aryana Baihaghi die gegnerische Dame und brachte die SvG gut 60 Minuten später erstmals in Führung.

Die beiden anderen Partien zogen sich hin: Nicht unerwartet verlor Jiehou Nhan am 2. Brett nach drei Stunden gegen Johannes Semling. Julian André Selter hatte es am 3. Brett mit Schwarz gegen Aron Felder nun in der Hand und sorgte nach drei Stunden und zehn Minuten für die Entscheidung: Kurz bevor Selters schwarzer Bauer auf der c-Linie vor der Umwandlung stand, gab Felder auf und der knappe Plettenberger Sieg war perfekt.

4. Runde gegen SG Einheit Staßfurt

Vom elften Rang nach dem ersten Tag kletterten die Plettenberg so wieder in die Top 10, waren vor der 4. Runde Achter. Hier wartete mit der punktgleichen SG Einheit Staßfurt aus Sachsen-Anhalt ein aufgrund des DWZ-Schnitts (1400 zu 1486) höher einzuschätzender Kontrahent. Auch diesmal galt: An den Brettern eins und zwei würde es schwer werden, dahinter waren Siege fast schon Pflicht.

Moritz Schmidt konnte am 4. Brett gegen Jason Beck den erhofften Punkt einfahren. Im Endspiel brachte er den schwarzen Bauern auf der g-Linie nach dem Abtausch der letzten Leichtfiguren zur Umwandlung – die Entscheidung. Für Julian André Selter reichte es mit Weiß am 3. Brett nach 31 Zügen bei materiellem Gleichgewicht gegen Leon Elias Schambier zum Remis – die SvG blieb vorn. Jiehou Nhan musste am 2. Brett gegen Christian Lucas Haubold jedoch nach 26 Zügen die Waffen strecken. Sein letzter Bauer auf der b-Linie kam nicht bis zur Grundlinie durch, Haubold setzte Nhan mit zwei Läufern matt.

Somit hing alles von Jinhon Raymon Nhan (DWZ 1413) ab, der am 1. Brett gegen Sebastian Marcel Haubold (1893) als krasser Außenseiter lange ausgezeichnet mithielt und sich mit Weiß geschickt gegen die anrückende schwarze Armada verteidigte. Nach Verlust seines letzten Turmes gegen einen schwarzen Springer war die Stellung Nhans aber nicht mehr zu halten und der Plettenberger gab nach dem 44. Zug auf. Trotz der 1,5:2,5-Niederlage blieb die SvG auf Rang acht.

Der Stand vor der 5. Runde

In Führung liegt vor der 5. Runde der Hamburger SK mit acht Punkten vor dem USV TU Dresden (7) sowie Staßfurt und dem SK Tarrasch München (je 6). Hinter den Schachzwergen Magdeburg und dem SC Garching (je 5) folgen der Godesberger SK, die SvG Plettenberg und der USV Erfurt mit vier Zählern.

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