Schach-U12-DM

Platz zehn für die SvG Plettenberg

Das U12-Team der SvG Plettenberg
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Das SvG-Team nach der Deutschen Meisterschaft in Magdeburg: (von links) Jiehou Nhan, Jinhon Raymon Nhan, Julian Andre Selter und Moritz Schmidt.

Mit der im Vorfeld erhofften Top 10-Platzierun hat die U12-Mannschaft der Schachvereinigung Plettenberg am Sonntagmittag die Deutsche Vereins-Meisterschaft beendet. Nach drei Siegen, einem Unentschieden und drei Niederlagen reichte es für das von FIDE-Instructor Alex Browning gecoachte Quartett aus der Vier-Täler-Stadt zum zehnten Platz.

Magdeburg - Am Samstag trafen die Talente aus dem Sauerland auf zwei Kontrahenten aus Bayern: Am Vormittag gelang es im Runde fünf gegen den SC Garching durch ein 2:2, den achten Rang zu verteidigen, am Nachmittag schoben sich die Plettenberger durch ein 3,5:0,5 gegen den SK Kelheim auf den sechsten Platz nach vorn. Letzter Gegner am Sonntag war mit dem Setzlistenersten USV TU Dresden eines der Schwergewichte der Endrunde. Die allein noch ungeschlagenen Sachsen kämpften mit dem Hamburger SK um den Titel. Zweifellos die schwierigste, aber wohl auch reizvollste Aufgabe. Gerne nahmen die Plettenberger diese nach einem kleinen Mannschaftsabend mit Trainer und Eltern an.

Die 0,5:3,5-Niederlage der SvG-Jungen verwunderte letztlich nicht, ließ sie mit sieben Mannschaftspunkten im engen Mittelfeld des Klassements noch etwas zurückfallen, doch trübte dies den guten Eindruck, den die Plettenberger im Magdeburger Maritim-Hotel hinterließen, in keiner Weise. Denn die Niederlagen handelte man sich gegen drei Teams ein, die am Ende auf den Plätzen eins, zwei und vier lagen, den Fünften aus Ohlsbach konnte man sogar besiegen.

5. Runde: 2:2 gegen SC Garching

Die Punkteteilung gegen den SC Garching in Runde fünf wurde dadurch begünstigt, dass Julian Andre Selter am 3. Brett einen kampflosen Punkt einstreichen konnte. Sein Gegner war erkrankt. Moritz Schmidt verlor am 4. Brett eine Mammutpartie, gab nach dem 78. Zug gegen Daniel James Chua, bayerischer U8-Vizemeister, in aussichtsloser Lage auf. Die Partien von Jinhon Raymon Nhan, der am Spitzenbrett gegen den bayerischen U12-Meister Elias Wunderlich im 23. Zug Remis machte, und Jiehou Nhan gegen Noah Sajka (nach 40 Zügen) endeten unentschieden.

6. Runde: 3,5:0,5 gegen SK Kelheim

Gegen den SK Kelheim erreichte Jinhon Raymon Nhan (DWZ 1413) gegen Benedikt Huber (1680) nach 40 Zügen ein weiteres beachtliches Remis, während seine Teamkollegen voll punkteten. Jiehou Nhan setzte Konstantin Neumeier im 46. Zug matt, Julian Andre Selter tat es ihm gegen Valentina Neumeier im 50. Zug gleich. Moritz Schmidt zwang Arthur Sitnik nach 23 Zügen zur Aufgabe, hatte da schon zwei Mehrbauern und drohte den Vorteil entscheidend auszubauen.

7. Runde: 0,5:3,5 gegen USV TU Dresden

Moritz Schmidt war es am Sonntag auch, der gegen Dresden den einzigen Teilerfolg sicherte. Gegen den Sachsen Frederick Schmidt herrschte nach 48 Zügen materielles Gleichgewicht auf dem Brett. Julian Andre Selters König fand nach dem 53. Zug gegen den fast 300 DWZ-Punkte besser notierten Nils Espig kein Schlupfloch mehr, Jiehou Nhan (1428) gab nach dem 63. Zug gegen David Fruth (1825) auf. Das Endspiel mit nur einem Bauern gegen die gegnerische Dame war nicht zu gewinnen. Jinhon Raymnon Nhan hatte mit Caius Emilian Kempe (1988) einen noch stärkeren Gegner. Drei weiße Mehrbauern veranlassten den Plettenberger im 56. Zug zur Aufgabe.

Trainer zufrieden

Trainer Alex Browning und Heimtrainer Thomas Franke, der dem Team ebenfalls während des gesamten Turniers für Analysen und Partievorbereitung zur Verfügung stand, zeigten sich nicht unzufrieden mit dem Ergebnis, betonten aber auch, dass einige Chancen auf eine bessere Platzierung ausgelassen wurden und die Mannschaft noch an Kleinigkeiten arbeiten muss, um zukünftig mit den Topteams mitzuhalten.

Hervorzuheben ist die Leistung von Mannschaftsführer Jinhon Nhan, der am Spitzenbrett 2,5 Punkte gegen durchweg stärkere Gegner holte. Am 2. Brett holte Jiehou Nhan ebenfalls 2,5 Punkte, am 3. und 4. Brett kamen Julian André Selter und Moritz Schmidt jeweils auf 4,5 Punkte. Deutscher Meister wurde aufgrund der besseren Sonneborn-Berger-Wertung der Hamburger SK vor Dresden und dem besten NRW-Team aus Godesberg.

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