Fußball-Bezirksliga

TuS Neuenrade: Suche nach echten Verstärkungen für Mittelfeld und Angriff

Trainer im Regen
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Steht bei den Planungen noch im Regen: TuS-Coach Abi Ouhbi.

Kirci, Öztürk und Keita verlassen den TuS Neuenrade, einziger Neuer bislang ist Basti Kräuter. Der Bezirksligist aus der Hönnestadt steht bei den Planungen unter Druck.

Neuenrade - Die Stammkräfte Tufan Kirci und Ufuk Öztürk verabschieden sich im Sommer vom Bezirksligisten TuS Neuenrade in Richtung des ambitionierten A-Kreisligisten TSV Werdohl, bei dem sie auf ihre ehemaligen Teamkollegen Emirjon Avdia und Ömer Sönmez treffen werden.

Letztgenanntes Offensiv-Duo hatten die Neuenrader im Juni 2020 kurzfristig an den türkischen Klub in Altenmühle abgeben müssen. Und mit Ibrahim Kalil Keita hat sich nun ein weiterer TuS-Akteur dazu entschieden, das Waldstadion zu verlassen und ab der Saison 21/22 für den klassentieferen TuS Stöcken-Dahlerbrück zu kicken. Demgegenüber steht beim TuS mit Bastian Kräuter vom SuS Langscheid/Enkhausen erst ein Neuzugang.

„Natürlich ist es sehr schade, dass uns die drei Spieler verlassen. Sie haben mit uns den Bezirksliga-Aufstieg mitgemacht. Ufuk und Tufan sind Neuenrader Jungs und in der Mannschaft gern gesehen“, sagt Sportchef Dennis Bonevski, „in unseren Planungen ist das ein Rückschlag.“ Zwar liegen den Neuenradern um Trainer Abi Ouhbi bis dato neben Neuzugang Bastian Kräuter 15 Zusagen aus den eigenen Reihen vor, dennoch suchen die Hönnestädter intensiv nach echten Verstärkungen für das Mittelfeld und den Angriff.

TuS Neuenrade: Suche nach echten Verstärkungen für Mittelfeld und Angriff

„Wir befinden uns aber wegen Corona in einer wirklich schweren Phase, was die Planungen anbelangt“, betont Bonevski, der auf die Tabellenkonstellation in der Bezirksliga 5 verweist. Die Hönnestädter befinden sich in der unterbrochenen Saison und erst sieben absolvierten Partien auf einem Abstiegsplatz.

Ob es am 2. Mai, wie FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders im Rahmen eines Online-Meetings der westfälischen Fußball-Oberligisten am Dienstagabend in den Raum warf, tatsächlich einen Re-Start der Saison geben wird, ist völlig offen. Denn was passiert, wenn Kommunen oder Kreise Plätze sperren, weil die Inzidenz über der 100er-Marke liegt? Oder es im April doch nicht zu den Lockerungen im Trainingsbetrieb kommen kann?

Selbst wenn es einen Re-Start geben sollte: Kann die 50-Prozent-Hürde der ausgetragenen Spiele tatsächlich erreicht werden bis Ende Juni? Wie schnell Mannschaften wegen Corona-Fällen oder Verdachtsfällen sowie Quarantäne-Anordnungen aus dem Spielbetrieb herausbrechen können, hatte die Phase vor dem zweiten Lockdown ja schon gezeigt. „Und mit Spielen unter der Woche wird es schwierig, weil viele Jungs im Dreischicht-Betrieb arbeiten“, sagt Dennis Bonevski, der sich trotz all dieser Unwägbarkeiten eine klare Ansage des Verbandes wünscht.

Bonevski spricht sich für Annullierung der Saison aus

„Diese Hängepartie ist zermürbend. Ich wäre froh, wenn mal Nägel mit Köpfen gemacht würden. Je länger sich das Ganze hinausschiebt, desto mehr geht ja auch die Motivation der Spieler in den Keller“, meint der Neuenrader Sportchef, der „in der jetzigen Situation“ für eine Annullierung der Saison 20/21 plädieren würde.

„Wir alle vermissen den Fußball, das ist völlig klar. Jeder hat Bock, wieder Fußball zu spielen. Aber man muss doch ehrlich sein und sagen, dass es bis Sommer einfach keinen Sinn macht. Und das hat gar nichts mit der Tabellensituation des TuS Neuenrade zu tun“, so Bonevski, der dann wiederum auf die Schwierigkeit der Kaderplanung hinweist.

„Wir können, Stand jetzt, nicht sagen, ob wir nächste Saison in der Bezirksliga oder Kreisliga spielen werden. Deswegen müssen wir mit den Spielern auch über beides sprechen“, so Bonevski, der mit diesen Problemen nicht alleine sein dürfte. Mit Tufan Kirci, Ufuk Öztürk und Ibrahim Kalil Keita muss er nicht mehr über die neue Saisonreden. Diese Akteure haben bereits Nägel mit Köpfen gemacht...

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