Chiduck-Ausfall schockt den Schalksmühler TV

Bitterer Rückschlag: Lina Chiduck brach sich beim WTB-Landescup in Bochum den Unterarm und wird der Verbandsliga-Riege des Schalksmühler TV wohl frühestens im Mai, möglicherweise auch erst in der Relegation im November wieder zur Verfügung stehen. - Fotos: Machatzke

KREISGEBIET -  Die Turnerinnen im Lenne-Volme-Turngau fiebern dem Saisonstart in den WTB-Ligen entgegen. Allerdings nicht ohne Sorgen: Sowohl beim Verbandsligisten Schalksmühler TV als auch beim Landesliga 2-Team des TSV Kierspe ist das Personal nicht komplett, steht der Start unter keinem guten Stern.

Von Thomas Machatzke

Das Auftaktwochenende im WTB-Liga-Betrieb findet am Samstag und Sonntag im Schulzentrum an der Holtwicker Straße in Coesfeld statt. Der Schalksmühler TV eröffnet mit der Verbandsliga am Samstag ab 10 Uhr den Reigen der fünf Liga-Wettkämpfe – der Höhepunkt ist nachmittags ab 16.30 Uhr der Auftritt der NRW-Liga mit dem VfL Kamen und der Ex-STV-Turnerin Madeleine Owen (siehe Info-Kasten).

Bis zum Landescup vor zwei Wochen waren die Planungen beim STV noch von viel Zuversicht geprägt. Das Team war problemfrei geblieben und hatte viel Trainingsfleiß gezeigt. Vor allem für Lina Chiduck als absolute Leistungsträgerin des Teams galt dies, allerdings nur bis zur Generalprobe in Bochum.

„Lina hat sich direkt am ersten Gerät den Unterarm gebrochen“, erklärt Cheftrainer Jochen Gerlach. Den Wettkampf hatte die Neuenraderin mit dieser Verletzung sogar noch zu Ende geturnt – als die Schmerzen nicht nachließen, konsultierte sie einen Arzt. Am Freitag kam die Diagnose. „Das ist ganz bitter für Lina und ein Schock fürs Team“, sagt Gerlach. Chiduck hatte in den vergangenen Jahren schon häufiger mit Verletzungspech zu kämpfen und war vor dem Wettkampf in Bochum so problemfrei und fit wie schon lange nicht mehr.

„Lina ist ein Vorbild für die Mannschaft“

Für den STV bedeutet diese Nachricht, dass die drei Verbandsliga-Wettkämpfe nun wohl eher wieder Vorbereitungswettkämpfe in Richtung Abstiegsrelegation im November in Jöllenbeck werden dürften. „Der Rest des Teams ist ein Jahr älter geworden und hat die Nachricht gefasst aufgenommen“, sagt Gerlach, „aber Lina ist ein Vorbild für die Mannschaft. Es ist schwer einzuschätzen, wie die Mannschaft das verkraften wird.“ Neben Claudia Raczek, Tingni Lu und Selma Zornic, die den Vierkampf durchturnen werden, steht nun auch Youngster Sarah Wuntke noch mehr in der Pflicht. Marie Eicker als erfahrenste Turnerin könnte am Sprung und Boden eingesetzt werden. Aber Gerlach ist skeptisch: „Bei ihrem Trainingsrückstand ist das eigentlich gar nicht zu verantworten.“ So wird das übrige Quartett drucklos in Coesfeld auftreten können – der Sprung in die obere Tabellenhälfte ist quasi utopisch. In der unteren Hälfte entscheidet sich die Saison erst in Jöllenbeck...

Jöllenbeck ist auch das Fernziel des TSV Kierspe in der Landesliga 2, die am Sonntag um 14 Uhr in Coesfeld durchstartet. Die Aufstiegsrelegation in Richtung Landesliga 1 soll es für die so unglücklich abgestiegenen Kiersper Mädchen sein. Zur Erinnerung: In der Vorsaison hatte der TSV die Aufstiegsrelegation zur Verbandsliga nur wegen des Ausfalls von Kim Gläser verpasst. In der Abstiegsrelegation im Herbst dann fehlte Ronja Werkshage, so stieg das Team denkbar knapp aus der Landesliga 1 ab.

Bangen um Finja Hertrampf

Und nun? Sind Gläser und Werkshage dabei, dafür aber drückt personell an anderer Stelle der Schuh: Sina Hertrampf fällt definitiv verletzt aus, bei Finja Hertrampf sieht es auch nicht gut aus – sie klagt über Rückenprobleme und könnte, wenn überhaupt, wohl nur am Balken turnen. Ob sie in den Kader rückt oder doch Elena Hesse, ist noch offen. Dabei ist nach ihrem Auslandsaufenthalt wieder Dana Hütz, allerdings geht sie zum Studium nach Koblenz. Ob sie die komplette Saison zur Verfügung stehen wird, ist noch nicht klar. So geht der TSV die Saison mit dem einen oder anderen Fragezeichen an, zumal die Gegnerschaft – vor allem die Aufsteiger aus den Gauligen – schwer einzuschätzen ist. Das Ziel aber steht: In Jöllenbeck will das Team im November „nach oben“ turnen. Dafür muss mindestens der vierte Platz herausspringen. Ein Ziel, das gewiss nicht utopisch ist.

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