Turnen: WTB-Ligaversammlung

Keine Aufsteiger, keine fünfte Liga

Die Riege des TSV Kierspe startet in der neuen Saison in der Landesliga 2. Der Weg zum Klassenerhalt wird ein steiniger.

Kreisgebiet - Die Saison 2016 beginnt für die Turnerinnen im Westfälischen Turnerbund am 23. und 24. April und damit rund eineinhalb Monate später als eigentlich geplant. Für den Saisonauftakt Anfang März fand der WTB keinen Verein, der als Ausrichter fungieren wollte.

So wartet nun erst im April in Rheda (Ausrichter: KTV Alt-Ravensberg) der erste Saison-Wettkampf auf die 36 Riegen, zu denen auch der Schalksmühler TV in der Landesliga 1 und der TSV Kierspe in der Landesliga 2 zählen. Britta Hütz besuchte am Samstag für den TSV Kierspe die WTB-Liga-Versammlung im Kaminzimmer in Hamm-Oberwerries, Cheftrainer Jochen Gerlach war für den Schalksmühler TV mit von der Partie. Hütz berichtete von einer sachlich-ruhigen Veranstaltung ohne größere Diskussionen.

Ein wenig verwunderlich war dies durchaus mit Blick auf die Liga-Planung für die Zukunft. Der WTB hat nach der Saison 2015 seine Mannschaften aus der NRW-Liga, die er zusammen mit dem Rheinischen Turnerbund betrieben hat, zurückgezogen. Mit Folgen für den Liga-Betrieb. In der Oberliga 2016 – u.a. mit dem VfL Kamen und der Lüdenscheiderin Madeleine Owen – turnen im neuen Jahr zwölf Riegen, von denen vier absteigen werden. Normalerweise gehören im WTB einer Liga nur acht Riegen an. Auf diese Sollstärke soll bis 2017 auch wieder reduziert werden.

Für die Verbandsliga bedeutet dies, dass sich die ersten Vier der Tabelle halten, die letzten Vier ohne Relegation in die Landesliga 1 absteigen. Analog ist es in der Landesliga 1: Die Top 4 bleiben in der Liga, die anderen Mannschaften steigen in die Landesliga 2 ab. In der Landesliga 2 wiederum halten sich nur die „Top 2“ direkt. Die übrigen sechs Riegen gehen in eine Relegation mit allen Bewerbern aus den Gauligen – eine Relegation, in der es nur um zwei freie Landesliga-2-Plätze für 2017 geben wird.

Fünfte Turnliga im WTB scheitert an der Wettkampf-Organisation

Diese Relegation soll nun am 5. November in Dortmund-Huckarde ausgetragen werden. Die Liga-Wochenenden zwei und drei finden vorher in Laggenbeck (4./5. Juni) und Stadtlohn (1./2. Oktober) statt. In Stadtlohn ist Regionalligist TuS Wüllen der Ausrichter, weshalb hier der Zeitplan von den übrigen der Saison abweichen kann, denn durch einen zusätzlichen Regionalliga-Wettkampf werden hier an einem Wochenende fünf Wettkämpfe geturnt werden.

Eigentlich zu viele – sagt die Liga-Leitung im WTB, die auch aus diesem Grund eine Einführung einer fünften Turnliga im WTB ablehnt. Genügend Mannschaften für fünf Ligen gäbe es sehr wohl. Dieser im Vorfeld in die Diskussion eingebrachte Gedanke aber spielte am Samstag auf Schloss Oberwerries keine Rolle.

So wartet nun eine Saison, in der es viele Absteiger und – das ist ein Novum – zumindest in drei Klassen keine Aufsteiger geben wird. Aufsteigen könnte höchstens der Oberliga-Meister in die Regionalliga, dazu natürlich Teams aus den Gauligen in die Landesliga 2. In den übrigen Klassen aber ist der Erhalt des Status quo das Maximalziel. Eine Konstellation, die zumindest ein wenig seltsam anmutet.

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