Zuversicht und Vorfreude bei den STV-Turnerinnen

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Schalksmühle - Nach zwei Jahren im Zeichen des Abstiegskampfes blickt die Verbandsliga-Riege des Schalksmühler TV der neuen Saison zuversichtlich entgegen. Ab Samstag, wenn der erste Wettkampf in Sendenhorst stattfindet, soll die Richtung eine andere sein: Der STV will unter die „Top 4“.

Von Thomas Machatzke

„Ich denke, dass es für uns diesmal realistisch ist, in Richtung Aufstiegsrelegation zu schauen“, sagt Cheftrainer Jochen Gerlach. Das hat vornehmlich drei Gründe: 1. Die STV-Riege ist diesmal ohne Verletzungsprobleme topfit. 2. Das Team ist etwas breiter aufgestellt als im Vorjahr. 3. Die Liga ist nicht ganz so stark einzuschätzen wie in den vergangenen beiden Jahren, als jeweils starke Aufsteiger aus der Landesliga 2 das sportliche Geschehen dominierten und in die Oberliga durchmarschierten.

Diesmal setzt sich die Verbandsliga aus vier Mannschaften des Vorjahres, drei Oberliga-Absteigern und mit Lengerich nur einem Neuling von unten zusammen. Die Lengericher Mädchen kamen zudem in der Relegation nur ganz knapp durch. Ein Überflieger-Team von unten wird es nicht geben. „Ich schätze die Riegen aus Olpe und Siegen stark ein, und auch den Sieger der Abstiegsrelegation aus Jöllenbeck“, sagt Gerlach, „danach sollten wir dann aber kommen können.“

Diese Abstiegsrelegation, in der der STV im November Rang zwei belegte und deutlicher als erwartet die Klasse sicherte, hat Mut gemacht. Nach drei Saisonwettkämpfen ohne Lina Chiduck und größere Alternativen war die Rückkehr der Topturnerin aus Neuenrade Garant für den Aufschwung gewesen. Chiduck ist nach einem Jahr im Zeichen des Verletzungspechs aktuell gut im Training und problemfrei. Sie wird in Sendenhorst wohl ebenso wie Claudia Raczek alle vier Geräte turnen. Daneben gibt es noch ein paar Fragezeichen vor dem Start. Gute Fragezeichen sind dies allerdings, weil sich mehrere Turnerinnen um freie Plätze streiten. Am Stufenbarren sind Raczek, Chiduck, zudem Selma Zornic und Tingni Lu gesetzt. Am Sprung hat sich Alina Kompert, die wie Jana Simroth und Milena Flechsler vom TuS Grünewald zum STV kam, einen festen Startplatz erturnt, daneben sind Chiduck und Raczek gesetzt, als vierte Turnerin könnte hier Lu oder Zornic dazukommen. Marie Eicker ist als älteste Turnerin der Riege für den Boden weiterhin ganz fest eingeplant. Neben Chiduck und Raczek ist hier der vierte Platz noch offen. Ebenso am Schwebebalken – dem Gerät, an dem der STV am Samstag gemeinsam mit Jöllenbeck startet. Hier haben sich die jüngeren Turnerinnen Berinike Grau und Jana Simroth mit ihren Trainingsleistungen aufgedrängt, könnten zum Einsatz kommen.

Trainer Gerlach hat die Qual der Wahl

„Gut ist, dass man ab dieser Saison acht Turnerinnen mitnehmen kann in einen Wettkampf“, sagt Gerlach, der so die Qual der Wahl hat, mit Blick aufs neue Regelwerk in den WTB-Ligen. Der Kader des STV ist sogar so groß, dass Gerlach mit Milena Flechsler und Sarah Wuntke zwei Turnerinnen an den Gauliga-Kader abstellt. Wuntke hatte zuletzt wieder Probleme mit den Sprunggelenken und den Knien. Sie soll wieder behutsam aufgebaut werden. „Beide sind ganz nah dran gewesen“, sagt Jochen Gerlach, „das war keine einfache Entscheidung, sich für acht Turnerinnen zu entscheiden.“

Um 10 Uhr geht die Saison am Samstag im Münsterland los. Eigentlich hatte sich der VfL Kamen für die Austragung des ersten Saison-Wochenendes beworben, doch in Kamen ist die Sporthalle aktuell nicht zu nutzen. „Ich habe schon gedacht, der Saisonstart wird verschoben“, sagt Gerlach, „aber zum Glück hat sich mit Sendenhorst ein Ausrichter gefunden.“ So wird es am Samstagmorgen losgehen – und darauf freut sich der STV viel mehr als in den vergangenen beiden Jahren. Es ist ehrliche Vorfreude auf eine vielversprechende Saison.

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