Turnen, WTB-Verbandsliga

Für den STV schließt sich der Kreis

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Anflug in Richtung Verbandsliga: Lina Chiduck.

Schalksmühle – Der Kreis schließt sich: In der Friedrich-Ebert-Sporthalle in Kamen, in der sich die Leistungsriege des Schalksmühler TV im Oktober 2015 in der Relegation aus der Verbandsliga verabschiedete, meldet sich der STV nun am Samstag zurück in der zweithöchsten Wettkampfklasse der Turnerinnen in Westfalen. Ab 10 Uhr wird in Kamen am Samstag in der Verbandsliga geturnt.

Lina Chiduck war schon seinerzeit absolute Leistungsträgerin der Riege. Die 23-Jährige aus Neuenrade, die die STV-Riege auch heute noch anführt, hatte sogar noch die Oberliga-Zeiten des STV (bis 2012) aktiv erlebt. Jana Simroth, heute neben Chiduck die zweite absolute Leistungsträgerin der Riege, war im Oktober 2015 auch schon dabei: Sie bestand als 14-Jährige in der Relegation ihre Feuertaufe, den Abstieg verhinderte dies indes nicht.

Seitdem ist viel passiert. Die Zeiten in der Landesliga 1 waren nicht immer leicht für den STV, zeitweilig musste der Traditionsverein sogar den Abstieg in die Landesliga 2 fürchten. Doch beim Durchschreiten der sportlichen Talsohle reifte ein neues Team, aus Talenten und Hoffnungsträgerinnen wurden neue Leistungsträgerinnen. Bis die Riege im Dezember 2018 am Ende des dritten Jahres in der Landesliga 1 dem Verein zum 125. Geburtstag in der Relegation die Verbandsliga-Rückkehr schenkte. 

So groß die Freude über diesen Erfolg war, so schwierig war indes der Start ins Jahr 2019. Der Kreuzbandriss von Milena Flechsler (beim Aufwärmen zum Relegationswettkampf in Sendenhorst) nahm dem Team eine Leistungsträgerin, das Karriere-Ende von Tingni Lu eine weitere gestandene Turnerin. Und zu allem Überfluss kam dann noch die Hallenproblematik an der Volme dazu: Weil das Hallendach der Jahnhalle kaputt ist, trainierten die Turnerinnen in der Vorbereitung auf die neue, große Herausforderung lange nur zweimal statt dreimal, noch dazu freitags und samstags, einmal in der Sporthalle Löh mit deutlich geringeren Möglichkeiten. Jochen Gerlach denkt indes gar nicht daran, zu jammern oder zu klagen. Und tiefstapeln steht auch nicht auf seiner Agenda. 

Neu im Team: Jamie Prange.

„Wir freuen uns einfach auf die Verbandsliga“, sagt der Trainer der Riege und ergänzt auf Ziele angesprochen: „Ich will unter die ersten Vier. Die Mädchen wollen das auch. Ob das realistisch ist, werden wir nach dem Samstag wissen.“ Nach den Erfahrungen des WTB-Landescups dürften der KTV Bielefeld und der TVE Greven den ersten und zweiten Platz unter sich ausmachen. „Da kommt keiner ran“, sagt Gerlach. 

Aber dahinter? Alles offen. TV Olpe, KTV Alt Ravensberg II, TuS Jöllenbeck, MTV Bad Oeynhausen und SV Cheruskia Laggenbeck heißen die fünf Konkurrenten, von denen der STV vier hinter sich lassen muss, um die Aufstiegsrelegation zur Oberliga zu erreichen. Problemfrei ist das Team vor dem Start nicht: Nele Middendorf hat sich im Training eine Knieverletzung zugezogen. Ihr Einsatz ist noch fraglich. Die Neuenraderin ist eines von zwei neuen Gesichtern in die Riege. Aus dem Gauliga-Team nachgerückt ist neben Middendorf auch Jamie Prange: Die Lüdenscheiderin ist das neue Küken der Riege. 13 Jahre jung, aber stark genug, damit Jochen Gerlach sie beim Sprung, am Boden und auch am Stufenbarren bereits fest einplant. 

Neu im Team: Nele Middendorf.

Vielturnerin der neuen Riege bleibt Lina Chiduck. Die Dauerbrennerin aus der Hönnestadt ist topfit und heiß auf die Verbandsliga-Rückkehr, wird als einzige an allen vier Geräten turnen. Die Lüdenscheiderin Jana Simroth ist an Schwebebalken, Boden und Sprung gesetzt, Merisa Zornic an Stufenbarren, Schwebebalken und Boden. Berenike Grau soll auf jeden Fall am Stufenbarren und Balken turnen. Sollte die für den Sprung eigentlich fest eingeplante Middendorf ausfallen, könnten hier Grau oder Zornic nachrücken. Plan A steht, Plan B auch. Die Saison kann kommen. Es ist Zeit, dass sich der Kreis schließt…

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