Madeleine Owen auf den Spuren Simone Halbes

Favorit bei den Stadtmeisterschaften: Friesen-Nachwuchstalent Konrad Brandts.

LÜDENSCHEID – Es ist inzwischen gute Tradition, dass die Halle der Adolf-Reichwein-Gesamtschule am Wehberg im November ein Wochenende lang den Turnerinnen und Turnern der Stadt gehört. Am Samstag ab 15 Uhr stehen die Stadtmeisterschaften im Turnen und in der Gymnastik auf dem Plan, am Sonntag ab 10 Uhr schließen sich in der Dreifach-Turnhalle die Mannschaftswettkämpfe des Lenne-Volme-Gaus mit mehr als 100 jungen Turnerinnen an.

Ihren 25. Geburtstag feiern die 1988 – seinerzeit vom TV Friesen initiierten – Stadttitelkämpfe. Ein Vierteljahrhundert Turnen in der Bergstadt – wenngleich die Tradition natürlich viel, viel länger ist – trifft dies zumindest auf diesen Wettbewerb zu.

Das Programm ist bewährt. Die Mädchen ermitteln in neun Klassen ihre Stadtmeisterinnen, die Jungen haben Titel in sieben Klassen ausgeschrieben – dazu kommt die Titeljagd in der Gymnastik. Die DJK Eintracht, deren damalige Vorsitzende Eva Gobrecht sich im Jahr 2009 für die Aufnahme der Gymnastik in den Reigen der Titelkämpfe eingesetzt hat, stellt in diesem Jahr 48 Aktive. Keine Frage, die Gymnastik boomt bei der Eintracht dank der Arbeit von Trainerin Tina Wiek und ihrem Ehemann Michael, der inzwischen auch 1. Vorsitzender des Klubs ist.

Im weiblichen Turnbereich hat Gerhard Garske vom TuS Grünewald in bewährter Manier alle Fäden in der Hand. Während bei den Turnern der TV Friesen um Trainer und Organisator René Emde unter sich sein dürfte, gibt es im Mädchenbereich neben dem TuS Grünewald auch beim TuS Bierbaum und TV Friesen aktive Turnerinnen. Und mit Madeleine Owen gibt es eine Turnerin, die sich anschickt, bald die Rekordtitelträgerin Simone Bergfeld (heute Halbe) zu beerben. Bergfeld holte in den vergangenen 25 Jahren zwölf Titel. Heute bildet sie den Grünewalder Nachwuchs aus. Owen, die lange Jahre für den Schalksmühler TV in der Oberliga turnte und Ende 2011 zum VfL Kamen gewechselt ist, könnte heute ihren elften Stadtmeistertitel feiern. Eines scheint gewiss: Ihre Übungen werden eines der Highlights sein am Samstagnachmittag am Wehberg. Stadtmeisterschaften im Turnen – das war 25 Jahre lang auch immer ein Nebeneinander von Breiten- und Leistungssport. Bei Stadtmeisterschaften schnupperten immer schon die Turnküken erste Wettkampfluft und durften sich bei den etablierten Turnerinnen in Sachen Athletik und Eleganz vieles abschauen.

Das gilt auch für die Wettkämpfe der Jungen. Nicht so zahlreich vertreten wie die Mädchen ist die Friesen-Riege doch seit geraumer Zeit so stark aufgestellt, dass so manches Schmankerl an den Geräten zu erwarten ist. Mit Youngster Noah Wilczek, Justus Sechtenbeck und Florian Klein sicherten sich am Wochenende drei Turner der Riege vorzeitig den Sieg in der Gaupokalliga. Mit Konrad Brandts, dem vielleicht größten Talent der letzten Jahre, dürfte ein weiterer Gaupokalsieger dazu kommen. Brandts fehlte zum Auftakt im Frühjahr bei einem Wettkampf verletzungsbedingt. Inzwischen ist er wieder fit und obenauf – und will dies auch bei der Stadtmeisterschaft unter Beweis stellen.

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