Die wichtigsten Wettkämpfe der Saison

+
Kämpft mit dem STV um den Verbandsliga-Erhalt: Tingni Lu.

Kamen - Die Friedrich-Ebert-Sporthalle in Kamen ist am Samstag und Sonntag Schauplatz der Relegations-Wettkämpfe der Turnerinnen im Westfälischen Turnerbund. Auf die Riegen des Schalksmühler TV und des TSV Kierspe wartet dort der wichtigste Wettkampf des Jahres.

Für den STV geht es am Samstag um 10 Uhr – es ist der erste von vier Wettkämpfen in Kamen – um den Klassenerhalt in der Verbandsliga. „Die Mädchen sind alle fit und gut drauf – ich denke, dass wir berechtigte Hoffnungen haben, dieses Ziel zu erreichen“, sagt Cheftrainer Jochen Gerlach. Im so engen Liga-Betrieb der Verbandsliga hatte der STV in der abgelaufenen Saison den sechsten Platz belegt, beim jüngsten Wettkampf in Olpe allerdings Rang fünf und dabei die drei Verbandsliga-Rivalen in der Relegation auf Distanz zu halten.

Der Fahrplan zum Klassenerhalt ist für Gerlach klar: „Wir wollen die drei anderen Verbandsligisten hinter uns lassen, wobei man abwarten muss, wie stark Letmathe auftritt“, sagt Gerlach, „und auch zwei der vier Landesliga-1-Riegen sollten wir schlagen können.“ Zuversicht, die sich beim STV auch aus dem Umstand speist, dass die eigene Riege inzwischen eine gewisse Erfahrung – gerade auch mit Abstiegsrelegationen – mitbringt.

Lina Chiduck als beste Vierkämpferin des Teams ist inzwischen nicht mehr die einzige gestandene Turnerin der Riege. Selma Zornic und Claudia Raczek haben inzwischen auch schon einige Jahre im Liga-Betrieb auf dem Buckel. „Man merkt das – wir sind deutlich stabiler in den Leistungen geworden“, sagt Gerlach, der in der Relegation auf Marie Eicker verzichtet. Sie wäre eine Option für den Boden gewesen, wird allerdings in Kamen durch die nachrückende Milena Flechsler ersetzt. Damit hat der STV nun das komplette Ex-Grünewalder Trio (Flechsler, Simroth und Kompert) in die Verbandsliga-Riege integriert.

STV will mindestens auf Rang vier

Die drei Turnerinnen absolvierten zuletzt auch eine Intensiv-Trainingswoche, die der Rheinische und Westfälische Turnerbund gemeinsam in den Herbstferien anboten. Viel Training, allerdings auch ein Wermutstropfen: Jana Simroth kam mit einer Fußverletzung zurück, soll aber trotzdem in Kamen starten können. Um das Ziel Verbandsliga-Klassenerhalt zu erreichen, muss die STV-Riege im Feld der acht Mannschaften mindestens den vierten Platz belegen.

Ebenfalls um einen Platz unter den „Top 4“ geht es für den Gauliga-Meister TSV Kierspe in der Relegation zur Landesliga 2. „Es wäre toll, wenn es klappt“, sagt Trainerin Britta Hütz, „für die Mädchen wäre es einfach eine gute Motivation. Aber es wäre auch nicht dramatisch, wenn es nicht hinhauen würde.“ Gerade die Relegation zur Landesliga 2 ist ein Wettkampf, bei dem Prognosen extrem schwer fallen. Zu den vier letzten Teams der Landesliga 2 gesellen sich acht Formationen aus den Gauligen, die ganz schwer einzuschätzen sind.

Sofie Waimann verstärkt den TSV Kierspe

„Man kann eigentlich gar nichts sagen“, stellt Britta Hütz mit Blick auf die Gegnerschaft fest. Der Blick geht so vor einem langen Sonntagnachmittag – die erste Übung ist für 14.15 Uhr terminiert, der Wettkampf soll bei zwölf Riegen bis etwa 17.30 Uhr dauern – ganz auf die eigene Leistung. Gut aufgestellt ist der TSV dabei trotz der Ausfälle seiner beiden Langzeitverletzten Finja Hertrampf und Kim Gläser. Das hängt auch damit zusammen, dass der TSV nach dem Gauliga-Finale noch einen Neuzugang verzeichnet hat: Vom TuS Grünewald ist Sofie Waimann für den Mannschaftsbereich zum TSV gewechselt, ihr Einzelstartrecht bleibt bei ihrem Lüdenscheider Verein. „Sofie ist eine echte Verstärkung für uns und am Balken und Stufenbarren fest eingeplant“, freut sich Britta Hütz.

Daneben führt Ronja Werkshage die Riege gemeinsam mit Dana und Kristin Hütz an. Maike Thran hat zuletzt aufgrund der Semesterferien sehr gut trainiert und ist mindestens am Stufenbarren gesetzt. Sina Hertrampf ist nach einigen Verletzungen aktuell eher zweite Wahl. Fest eingeplant dagegen ist mit Wiebke Oberlies die jüngste Turnerin des Aufgebots, die am Boden und Sprung zum Einsatz kommen soll – wenn es denn eine Knöchel-Verletzung, die sie sich im Training zugezogen hat, zulässt. Als Ersatz reist außerdem Julina Heller mit nach Kamen und hofft, mit der TSV-Riege am Ende eines langen Tages Grund zum Jubeln zu haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare