Proben für den Ernstfall im Kreis Warendorf

+
Für den STV geht in Sendenhorst unter anderem Gaukunstturnmeisterin Claudia Raczek an die Geräte.

SCHALKSMÜHLE -  Ernst wird es für die Turnerinnen aus Schalksmühle und Kierspe in Sendenhorst erst am zweiten Oktober-Wochenende. Dann steht die Relegation gegen den Abstieg aus der Verbandsliga bzw. Landesliga 1 auf dem Programm. Am Samstag wartet nun die Generalprobe für diese Relegation. Die findet ebenfalls in der 13 000-Einwohner-Stadt im Kreis Warendorf statt.

„Es ist einfach eine gute Möglichkeit, Praxis zu sammeln“, sagt Jochen Gerlach. Der Cheftrainer der Verbandsliga-Riege des Schalksmühler TV blickt dem WTB-Landescup der Mannschaften, der am Samstag ab 14 Uhr (Einturnen 13 Uhr) in der Sendenhorster Westtorhalle stattfindet, mit Spannung entgegen. Nicht, weil die STV-Riege bei diesem Landescup zu den Favoriten zählen würde. Das eher nicht. Wohl aber, weil es darum geht, die KM2-Übungen vor dem Ernstfall am 12. Oktober noch einmal unter Wettkampfbedingungen zu turnen. Noch dazu an den Geräten, an denen es auch im Oktober um den Klassenerhalt gehen wird.

Nach den vielen Problemen bei den Liga-Wettkämpfen im Frühjahr ist die STV-Riege fleißig gewesen – und sie ist aktuell auch komplett aufgestellt für die Relegation. Lina Chiduck als erfahrenste und leistungsstärkste Turnerin der Riege ist nach einer ihrer Verletzung ebenso wieder fit wie der Rest des Teams – in Sendenhorst werden außerdem Selma Zornic, Tingni Lu, Claudia Raczek und Sarah Wuntke turnen. Mit Ausnahme von Wunkte (Urlaub) hat der Kader bereits drei Wochen lang in den Sommerferien im Training Gas gegeben und ist nun heiß auf die erste Standortbestimmung.

Beim Landescup dürfen anders als in der Liga fünf Turnerinnen an jedes Gerät, von denen vier in die Wertung kommen. So wird das STV-Quintett einen kompletten Vierkampf durchturnen können. Ein guter Test. Berinike Grau, die im Frühjahr auch noch zum Kader gehörte, ist in Sendenhorst nicht dabei. Sie soll am Sonntag bei den Herbstwettkämpfen turnen, sich zudem 2014 erst einmal in der Gauliga-Mannschaft Praxis holen.

TSV Kierspe: Kim Gläser ist wieder fit

Beim TSV Kierspe ist das Personal seit den Liga-Wettkämpfen ein wenig durchgemischt worden. Dana Hütz hat sich nach dem Abitur für drei Monate nach Kenia verabschiedet. Sie fehlt dem Team in der Relegation ebenso wie Ronja Werkshage, die zum Relegationstermin beruflich verhindert ist. Das ist besonders bitter. Umso wichtiger ist es, dass Kim Gläser nach langer Verletzungspause wieder fit ist und am Samstag in Sendenhorst ihren ersten Wettkampf bestreiten wird. Gläser zählte 2013 zu den Garanten für den Aufstieg in der Landesliga 1. Neben Gläser werden am Samstag in Sendenhorst auch Ronja Werkshage, Kristin Hütz, Finja Hertrampf, Sina Hertrampf, Maike Thran und eventuell Linda Knieper vom TuS Neuenrade, die ein Gast-Startrecht für den TSV besitzt, dabei sein.

„2012 sind wir beim Landescup Letzter geworden, aber es war trotzdem ein guter Test vor der Relegation“, sagt Britta Hütz, „auf die Platzierung kommt es auch diesmal nicht an. Ein paar Dinge haben sich geändert – die Wertigkeit einiger Teile, die Armführung am Schwebebalken. Da ist es gut, dass man diese Sachen vorher noch einmal überprüfen kann.“ Beim Landescup wird dabei auch der eine oder andere Fehler nicht so sehr ins Gewicht fallen. Am Samstag wartet im Münsterland für STV wie TSV quasi nur das Einturnen für den Ernstfall.

Thomas Machatzke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare