Generalproben mit Licht, aber auch viel Schatten

Die Riege des TSV Kierspe belegte in Sendenhorst den sechsten und letzten Platz.

SENDENHORST – Die Turnerinnen des Schalksmühler TV und TSV Kierspe nutzten am Samstag den Landespokal des Westfälischen Turnerbundes für Vereinsmannschaften als Generalprobe für die Liga-Relegations-Wettkämpfe im Oktober. Der Landescup fand dabei dort statt, wo auch am zweiten Oktober-Wochenende die Relegation steigt: in Sendenhorst im Münsterland.

Die beiden Teams aus dem Lenne-Volme-Turngau starteten in der KM2-Klasse der Frauen (offen), kamen in dieser Klasse aber beide nicht für eine vordere Platzierung in Frage. Den Sieg feierte unter sechs Teams das junge Überflieger-Team aus Coesfeld vor Ibbenbüren und Gastgeber Sendenhorst. Die Coesfelder Mädchen fahren damit zum Bundesfinale. Der STV belegte den fünften und damit vorletzten Platz, die TSV-Riege wurde Sechster und Letzter.

Trotzdem erfüllten die Wettkämpfe in Sendenhorst ihren Zweck. „Wir wissen jetzt, was wir für die Relegation noch umstellen müssen“, bilanzierte Britta Hütz vom TSV Kierspe. Die Kiersper Riege startete in Sendenhorst sehr gut. Nach guten Leistungen am Boden (ganz stark an diesem Gerät: Finja Hertrampf 11,1) und Sprung – zwei Geräten, an denen die erturnten Punktzahlen generell höher liegen als an den beiden anderen – war die TSV-Riege nach zwei Geräten sogar Zweiter, wurde dann aber noch nach hinten durchgereicht.

Am Stufenbarren gelang dann längst nicht alles. Bei Kim Gläser, die nach langer Verletzungspause insgesamt ein sehr gutes Comeback feierte, klappte eine Umstellung noch nicht. Am Schwebebalken wurden der TSV-Riege bei den Übungen von Kristin Hütz und Kim Gläser zwei Elemente nicht anerkannt, was Punkteeinbußen bedeutete. „Wir hatten es anders gehört – nun werden wir diese Elemente noch einmal umstellen für die Relegation“, sagte Britta Hütz, die trotz des letzten Platzes ingesamt zufrieden war mit der Darbietung der Riege.

Davon konnte beim STV nicht die Rede sein. „Durchwachsen“, nannte Trainer Jochen Gerlach die Leistungen seiner Verbandsliga-Riege. Zum Einstieg am Schwebebalken gab es direkt fünf Abgänge (2x Lina Chiduck, 2x Claudia Raczek, 1x Selma Zornic). Ein Fehlstart in den Wettkampf. Am Boden setzte sich dies fort. Lina Chiduck stand in ihrer schweren Übung den Twist nicht und stürzte – das bedeutete Punktabzüge. Erfreulich: Sarah Wunkte turnte erstmals im Wettkampf den Salto rückwärts und vorwärts und stand ihn. Nach zwei Geräten war der STV gleichwohl Letzter.

„Danach hat das Team für den schlechten Start gut und stabil weitergeturnt“, stellte Gerlach fest. Am Sprung wurde Lina Chiduck mit starken 13,5 Punkten für eine starke Leistung belohnt. Zum Abschluss am Stufenbarren zeigte Claudia Raczek eine sehr gute Übung, Chiduck dagegen stürzte. Sarah Wuntke gelang erstmals der Flugteil nach oben. Unterm Strich stand so Rang fünf und eine Erkenntnis zu Buche. „Die Generalprobe ist daneben gegangen“, bilanzierte Jochen Gerlach, „ich bin nicht ganz enttäuscht, aber wir müssen noch arg etwas tun, wenn wir im Kampf um den Verbandsliga-Klassenerhalt im Oktober eine Chance haben wollen.“

Thomas Machatzke

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