Turnen, Liga-Relegation

STV: Verbandsliga-Aufstieg zum Jubiläum?

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Volle Konzentration auf das ganz große Ziel: Jana Simroth hofft, mit dem Schalksmühler TV am Samstag in Sendenhorst den Sprung in die WTB-Verbandsliga zu schaffen. 

Schalksmühle - Die Sporthalle „Westtor“ in Sendenhorst ist am Samstag und Sonntag der Schauplatz der Relegationswettkämpfe des Westfälischen Turnerbundes im weiblichen Turnbereich. So spät im Jahr wie noch nie werden die Weichen gestellt für die Ligasaison 2019.

Drei Riegen aus dem Lenne-Volme-Turngau sind im Münsterland mit von der Partie. Auf den ganz großen Wurf hofft zum 125. Vereinsgeburtstag der Schalksmühler TV, der am Samstag ab 10 Uhr um den Aufstieg in die Verbandsliga turnt. 

„Ich bin vorsichtig optimistisch“, sagt Trainer Jochen Gerlach. Sein Team ist gereift: Lina Chiduck ist nach wie vor das Zugpferd der Riege. Die 23-jährige frisch gebackene Gaukunstturnmeisterin ist in Sendenhorst für alle vier Geräte gesetzt. Dahinter allerdings drängen Milena Flechsler und Jana Simroth nach, die inzwischen so gefestigt stark turnen, dass es Gerlach Mut macht für einen möglichen Aufstieg. Das Duo aus Lüdenscheid ist an drei Geräten vorgesehen, nur am Stufenbarren nicht. 

Hier setzt Gerlach neben Chiduck auf Berenike Grau, Merisa Zornic und möglicherweise auch noch einmal Selma Zornic. Die ältere der beiden Schwestern ist zwar nicht voll im Training, könnte der Riege aber gerade an diesem Gerät helfen. Tingni Lu hat ebenfalls Trainingsrückstand – sie ist allerdings am Boden fest gesetzt. Merisa Zornic ist neben Chiduck, Simroth und Flechsler die vierte Vielturnerin der Riege. 

„Die Stimmung ist gut, natürlich sind alle ein bisschen nervös“, sagt Gerlach, „es wird Zeit, dass es Samstag wird und endlich losgeht.“ Los geht’s als zweite Riege am Balken. Gerätepartner ist der Oberliga-Absteiger VfL Kamen und mithin eine Riege, gegen die es im direkten Duell um die vier Verbandsliga-Plätze, die unter den acht Mannschaften in der Relegation verteilt werden, geht. „Bielefeld und Greven, die beiden stärksten Riegen der Landesliga 1, werden nicht zu knacken sein“, sagt Gerlach und rechnet Olpe und Kamen zu den Konkurrenten, die am ehesten mit dem STV um Rang vier konkurrieren dürften. Spannend wird es allemal, Ausgang ungewiss, doch eine gewisse Zuversicht im STV-Lager reist mit ins Münsterland. 

Landesliga-2-Relegation am Sonntag

Am Sonntag um 13 Uhr wird es für die 13 Riegen ernst, die sich in der Relegation zur Landesliga 2 einen von sechs Plätzen sichern wollen. Hier sind die letzten Vier der Landesliga 2 und die Gauliga-Meister dabei. 13 Riegen in Summe, für die es eigentlich nur vier Plätze gegeben hätte. Dass es nun nach den beiden Rückzügen sechs sind, erhöht die Chancen, auch für den TSV Kierspe und den Schalksmühler TV II. 

Die Kiersper Riege hat nach dem Aufstieg keine gute Saison in der Landesliga 2 gehabt. Das Fehlen von Topturnerin Ronja Werkshage, die auch am Sonntag in Sendenhorst fnicht dabei ist, hat weh getan. „Eigentlich haben sich alle ein Stück weiterentwickelt, sind etwas besser geworden, aber Ronja fehlt natürlich“, sagt Trainerin Britta Hütz, die hofft, dass das übrige Personal zur Verfügung stehen wird. 

Auch Finja Hertrampf, die bei den Gaukunstturnmeisterschaften aufgrund von Rückenproblemen passen musste. „Wenn wir komplett sind und einen guten Wettkampf turnen, sollte ein Platz unter den ‚Top 6’ möglich sein“, sagt Hütz, die auf Sofie Waimann, Dana Hütz, Kristin Hütz (auf jeden Fall am Schwebebalken, eventuell auch am Boden), Sina Hertrampf, Finja Hertrampf, Uta Kemper und Annalena Potrafke setzt. Sollte doch noch eine Turnerin ausfallen, würden auch die zwölfjährige Jana Rempel oder zur ganz großen Not Carlotta Kuhbier nachrücken können. Kuhbier allerdings ist eigentlich in Oberwerries verplant, beim letzten Wochenende ihrer Gruppenhelfer-Ausbildung. 

Die 2. Riege des Schalksmühler TV muss zwar auf Julide Demirgök und Lilli Fall (beide verletzt) verzichten, fährt aber trotzdem guter Dinge nach Sendenhorst. „Wir wollen einfach schauen, was möglich ist“, sagt Trainer Jochen Gerlach über seine junge Riege, in der Alina Kompert (drei Geräte), Jamie Prange und Nele Middendorf (beide vier Geräte) das sehr junge Team führen sollen. Zehn Turnerinnen hat der STV gemeldet, durch die beiden Ausfälle sind es immer noch acht. Auch die ganz jungen Talente Mia Chiduck und Lara Ausborn sollen Liga-Erfahrungen sammeln. Mit offenem Ausgang – nichts muss, alles kann. Ein Wettkampf zum Lernen und Genießen für die zweite Garde des Schalksmühler TV.

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