Turnen: Oberliga vor dem Start

Neues Gesicht und ein neues Score-System

Nicht nur an den Ringen eine feste Größe in der Oberliga-Riege des TSV Kierspe: Kevin Meisel.

Kierspe - Mit einem Heimwettkampf gegen die KTS Mettingen beginnt am Samstag für den TSV Kierspe die neue Saison in der Oberliga der Turner.

Ab 16 Uhr wird in der Halle am Büscherweg an den sechs Geräten geturnt. Wohin geht die Reise beim Auftakt, wohin in der Saison? Ein Blick auf das, was vor der Vorzeigeriege aus dem Lenne-Volme-Turngau liegt:

Die Liga: 

In der Oberliga starten in diesem Jahr wieder sieben Riegen. Tendenziell dürfte die Liga zumindest nicht stärker geworden sein, allerdings wahrscheinlich ausgeglichener. Meister TV Isselhorst hat den Sprung in die 3. Liga geschafft. Der komplett chancenlose TV Wanheimerort ist sang- und klanglos abgestiegen. Aufgefüllt wird das Feld mit dem Verbandsligameister TuS Leopoldshöhe und der SG Gleidorf/Langenei, die nach dem Coesfelder Aufstiegsverzicht als Dritter der Verbandsliga aufrückte. 

Dazu kommen vom etablierten Personal der Vorsaison Vizemeister TZ Bochum/Witten II, der TSV Kierspe (Dritter des Vorjahres), die SG Paderborn (Vierter Vorsaison), die KTS Mettingen (Fünfter Vorsaison) und der SuS Stadtlohn als Vorletzter von 2017. Gerade Stadtlohn traut TSV-Trainer Uwe Hütz aber vielleicht sogar die Favoritenrolle zu. „Mit Philipp Schlüter hat sich Stadtlohn klar verbessert“, rechnet Uwe Hütz mit der Riege aus dem westlichen Münsterland.

Die TSV-Riege: 

Es gibt einen externen Neuzugang am Büscherweg. Vom TV Wanheimerort ist Miguel Steinig nach Kierspe gewechselt. Er tut der Riege gut, die so noch breiter aufgestellt ist. „Ohne ihn wären die Ringe bei uns eher schwach“, sagt Hütz, „am Seitpferd ist er ebenfalls gut. Da kann dann Kevin Meisel seine Kräfte schonen.“ Nicht mehr dabei ist mit Ben Gossow einer der erfahrensten Turner des Teams. Er hat keine Zeit fürs Training, klagt zudem über Schulterprobleme. Ansonsten ist die Riege fit, hat weitestgehend gut trainiert. 

Für Tobias Langwald und Hendrik Wünsch war die Zeit zwischen Urlaub und Saisonstart kurz. Bei ihnen darf abgewartet werden, wie die Frühform ist, bei den Lüdenscheider Vielturnern Kevin Meisel und André Bienlein dürfte sie stimmen. Gemeldet sind für den TSV in dieser Saison Tobias Göhner, Tobias Langwald, Hendrik Wünsch, Steffen Berg, Kevin Meisel, Rainer Welter, André Bienlein, Florian Klein, Sam Scholz, Konrad Brandts, Miguel Steinig, Julian Ulbrich, Torben Wülfrath und auch Martin Busch

Das neue Score-System: 

Erstmals wird am Samstag ein neues System zum Einsatz kommen. Die absoluten Punkte zählen nicht mehr, sondern wie in der Bundesliga Score-Punkte. Im Scoresystem treten die Turner der jeweiligen Mannschaften in Mann-gegen-Mann-Duellen gegeneinander an, vier Duelle pro Gerät. Bei einem Unterschied zwischen den Turnern von 0,15 bis 0,4 Punkten am Gerät erhält der bessere Turner für sein Team einen Score-Punkt, bei z.B. mehr als 3,05 Punkten sind es fünf Score-Punkte. 

Für das Geräteergebnis werden die gewonnen Scorepunkte der jeweiligen Mannschaften für das aktuelle Gerät addiert. Die Mannschaft mit der höheren Anzahl an Scorepunkten gewinnt das jeweilige Gerät. Für die Bestimmung des Gesamtergebnisses werden nach dem Wettkampf alle während des Wettkampfes gewonnen Scorepunkte der jeweiligen Mannschaften addiert. Die Mannschaft mit der höheren Anzahl an Scorepunkten gewinnt den Wettkampf. Bei Punktgleichheit wird der Wettkampf als Unentschieden gewertet.

Die Ziele: 

„Das Saisonziel ist, unter die ersten drei Riegen zu kommen“, sagt Uwe Hütz, „Favoriten sind wie immer schwierig zu benennen. Stadtlohn mit Phillip Schlüter vielleicht? Die Saison dürfte ausgeglichen werden.“

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