TSV: Glänzende Perspektiven

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Allrounder im Kiersper Meisterteam: André Bienlein.

Kierspe - Sportlich war das Saisonfinale rundherum gelungen gewesen, doch auch beim Feiern zeigten sich die Turner des TSV Kierspe am Samstag meisterlich. Obwohl ein Teil der Riege sich direkt auf die Reise nach Frankfurt gemacht hatte, um Alexander Schröder beim Song-Contest zu unterstützen, umfasste die Gruppe, die beim Bowling den Oberliga-Titel feierte, noch rund 25 bestens gelaunte Personen.

Schöner letzter Wettkampf, schöner Ausklang – beim Saisonfinale blieben für die Kiersper kaum Wünsche offen. Wie überhaupt die Zufriedenheit nach dem zweiten Gewinn einer Oberliga-Meisterschaft in Folge groß war. „Ich denke, dass wir völlig verdient Meister geworden sind“, stellt Trainer Uwe Hütz fest, „auch deshalb, weil wir mit unserer Riege wirklich in der Lage sind, jeden Gegner zu schlagen.“

Der Ausrutscher in Isselhorst – ärgerlich, aber im Nachhinein kein Problem, weil die Kiersper im Fernduell nach Gerätepunkten deutlich vor den Turnern aus Gütersloh lagen. Der direkte Vergleich spielte keine Rolle. So wurmte die eine Niederlage den Trainer nicht wirklich. Eher schon war Hütz stolz auf das eine oder andere Detail der Saison. „Ungefähr 20 Prozent der Übungen haben unsere Turner aus dem Landesliga-Kader geturnt“, stellte der Kiersper fest – jede fünfte Übung also ging aufs Konto derjenigen, die auch ab Februar wieder in der Landesliga die Leistung tragen sollen. Kein einziger Landesliga-Turner hat sich oben festgeturnt – eine Planung, die am Ende ob der Ausfälle gar nicht so leicht war für Hütz.

Vor allem der Ausfall von Kevin Meisel in gleich drei Wettkämpfen schmerzte den TSV. „Kevin ist allen anderen noch einmal ein Stück voraus – mit ihm hätten wir sicherlich auch in Isselhorst gewonnen“, sagt Hütz. Auf der anderen Seite ist der Titelgewinn auch ein Kompliment für die Gesamtriege. „Bei einem Gegner wie Coesfeld hat man gesehen, wie es gehen kann, wenn, zwei, drei Turner ausfallen“, sagt Hütz, „wir waren trotz der Ausfälle immer noch breit genug aufgestellt.“

So ist die Basis eine ausgezeichnete in Kierspe. Noch weit vor Iserlohn und Plettenberg hat sich Kierspe als Turnstandort Nummer eins im Kreis etabliert und zieht die Talente der Region an. Ob Florian Klein, Kevin Meisel und André Bienlein aus Lüdenscheid, Sam Scholz aus Halver oder Tobias Langwald aus Meinerzhagen – sie alle sind beim TSV aus- oder im Falle der Lüdenscheider Friesen-Talente weitergebildet worden und am Büscherweg zu richtig gestandenen Liga-Turnern gereift. Und so blickt der TSV dem Jahr 2016 mit Vorfreude entgegen.

In der Landesliga nun als TSV Kierspe II

Im Februar wartet zunächst der Start in die Landesliga-Saison – mit Sam Scholz, Florian Klein, Birk-Ole Bornträger, Jonathan Kuhbier, Steffen Berg und Hendrik Staack aus dem erweiterten Oberliga-Kader. Alexander Schröder darf nun auch in der Landesliga turnen. Und natürlich auch Stephan Jatzkowski. Das TSV-Urgestein will zumindest noch eine Landesliga-Saison dranhängen. Ob es dann in der Oberliga noch weiter einen „Beppo“ für die Ringe und den Barren geben wird? Es ist nicht so geplant, aber gewiss auch nicht komplett ausgeschlossen.

Der Rest des Kaders wird in der Oberliga definitiv weitermachen, und unten in der Landesliga sollen Talente wie Torben Wülfrath oder Martin Busch im nächsten Jahr an die Liga herangeführt werden. Außerdem wartet dort nach längerer Verletzungspause das Comeback von Konrad Brandts. All das dann übrigens wieder unter der Flagge des TSV Kierspe. Die TG Kierspe/Lüdenscheid wird es nicht mehr geben – der TV Friesen hatte sich hier zuletzt kaum mehr eingebracht. Die Friesen-Talente sind inzwischen ohnehin vollwertige TSV-Turner. Voll integriert am Erfolgsstandort – so sieht es gut aus für die Zukunft beim TSV. Der zweite Oberliga-Titel in Folge muss nicht der letzte gewesen sein.

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