Kantersieg gegen Schlusslicht Coesfeld

TSV Kierspe ist Oberliga-Meister

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Wieder Oberliga-Meister: der TSV Kierspe.

Kierspe - Der Schlusspunkt war imposant, der Titelgewinn ist ohne Frage ein hochverdienter: Mit einem 224,15:199,50-Erfolg gegen das Schlusslicht SG Coesfeld machte der TSV Kierspe am Samstag im letzten Wettkampf den Gewinn der Oberliga-Meisterschaft perfekt.

Einen Sieg und vier Gerätepunkte brauchte der TSV gegen Coesfeld noch, um den punktgleichen TV Isselhorst auf Distanz zu halten. Vier Gerätepunkte hatte der TSV bereits nach zwei Geräten - und außerdem 13,5 Punkte Vorsprung. Es war kein spannender Nachmittag, eher schon ein Nachmittag, an dem die Kiersper Vorjahresmeister noch einmal ihre Dominanz unterstrichen.

Auch ohne Kevin Meisel (verhindert), Hendrik Wünsch und Alexander Schröder (beide verhindert) trumpfte der TSV von Beginn an auf. 41,75 Punkte am Boden waren eine Art Traumstart - der Vorsprung nach dem ersten Gerät betrug so bereits 5,15 Punkte. Ben Gossow erturnte sogar die Streichwertung - mit 13,45 Punkten. André Bienlein (14,1), Tobias Langwald (14,0) und Florian Klein (13,65) waren nämlich noch stärker. Zum Vergleich: Coesfelds beste Übung von Ümit Aylin erhielt 12,65 Punkte.

Am Pauschenpferd setzte sich der Anfangstrend fort. Die Coesfelder kamen allesamt nicht sauber durch, die Kiersper schon. Jonathan Kuhbier gab ein gutes Comeback (9,95), Sam Scholz (11,75) und André Bienlein (12,10) aber punkteten noch besser - und Tobias Langwald (14,0) setzte mit der letzten Übung noch einen drauf: 37,85:29,5-Punkte - kein anderes Gerät ging deutlicher an die Gastgeber.

Highlights von Jatzkowski am Barren und Gossow am Reck

An den Ringen waren es Tobias Göhner (12,65) und Routinier Stephan Jatzkowski (12,30), die die Richtung vorgaben. Als Dritter kam hier Birk-Ole Bornträger (11,15) in die Wertung. Noch einmal 4,4 Punkte mehr Vorsprung auf Coesfeld (36,1:31,7). Es lief und lief und lief. Am Sprung legten Ben Gossow (12,1), André Bienlein (12,1) und Tobias Langwald (12,5) so gut vor, dass auch die beiden verpatzten Landungen von Steffen Berg beim Doppel-Salto zu verschmerzen waren. 36,7:34,4 ging der Sprung an das Hütz-Team.

Der Wettkampf war ohne Wenn und Aber entschieden, und so galt die Freude den kleinen Highlights, die immer wieder die Zuschauer erfreuten. So die tadellose Übung von Stephan Jatzkowski am Barren (13,35), dem diesmal auch der Abgang in den Stand glückte. Auch Tobias Göhner turnte hier sauber durch (12,65), Bienlein (12,15) und Langwald (11,2) dagegen patzten, was aber auch nicht mehr ins Gewicht fiel.

TSV Kierspe ist wieder Oberliga-Meister

Vor die Pokal-Übergabe hatte die Tagesordnung nur noch das Reck gesetzt. Das Gerät, das die Kiersper nicht wirklich lieben, drohte nach den Übungen von Berg (10,25), Göhner (9,5) und Kuhbier (9,85) verloren zu gehen, was auch mit den guten Darbietungen von Vitali Züch und Joachim Hillers (beide 11,3) zusammenhing. Aber der Tag war noch nicht vorbei. 

Er brachte noch ein letztes großes Highlight - die Reck-Kür von Ben Gossow, der höchste Schwierigkeit ging, diesmal anders als vor zwei Wochen in Isselhorst den Flugteil toll meisterte und auch noch einen Top-Abgang in den Stand hinlegte. Die Fans waren begeistert, die Wertungsrichter auch: 13,5 Punkte retteten das Gerät für den TSV (33,6:31,65) - und waren ein würdiger Meister-Schlusspunkt des Nachmittags, schraubten sie doch das Teamergebnis mit 224,15 Punkten in eine Höhe, die selbst Erfolgstrainer Uwe Hütz im Vorfeld ("In der Besetzung müssten 215 Punkte möglich sein...") nicht unbedingt erwartet hatte.

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