Turnen, Relegation zur 3. Bundesliga

TSV Kierspe landet auf dem letzten Platz und feiert trotzdem

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Am Pauschenpferd, den Ringen und am Barren eine Augenweide: Jendrik Lange.

Oberhausen - Vom Aufstieg war die Riege des TSV Kierspe am Samstagmorgen in der Relegation zur 3. Bundesliga der Turner zwar weit entfernt - den Relegationswettkampf genoss der WTB-Oberliga-Meister mit seinen knapp 50 mitgereisten Fans - dem lautstärksten Anhang aller Teilnehmer - aber dennoch sichtlich. Sportlich belegte der TSV allerdings den sechsten und letzten Platz im Feld.

Den Sieg des Wettkampfes feierte die TSG Sulzbach, die damit die 3. Bundesliga hält. Den Aufstieg feierte zudem als Tageszweiter die WTG Heckengäu - das Team aus der Nähe von Böblingen war in Sachen Körpersprache und Selbstanfeuerung der unbestrittene Sieger des Tages. Der TuS Vinnhorst II, nomineller Favorit, verpasste als Rangdritter den Aufstieg.

Der TSV Kierspe turnte derweil mit Drittliga-Absteiger TG Pfalz um die Ränge fünf und sechs. Am Ende fehlten auf die TG exakt zwei Punkte. Die ließ die Kiersper Riege alleine am Sprung, dem für sie letzten Gerät, liegen. Steffen Berg überzog gleich den ersten Sprung und verpatzte so die Landung. Der TSV zog den Joker, doch auch Joker Jendrik Lange musste von der Bahn. Zudem hatte André Bienlein einen Wackler bei der Landung.

Zweitbester Einzelturner des Tages: André Bienlein.

Bienlein strahlte trotzdem: Er hatte alle sechs Geräte geturnt, er hatte sie sogar sehr gut geturnt und war in der Einzelwertung hinter dem überragenden Sulzbacher Kirill Prokopev der zweitbeste Einzelturner des Tages. Jendrik Lange wäre dies wohl eigentlich gewesen - hätte er nicht seine Bodenkür komplett verpatzt (einmal von der Fläche, eine Landung auf dem Hintern, Zeit überzogen). Hier fiel er aus der Wertung, mit seinem verbliebenen Fünfkampf war der junge Breckerfelder, der die Kiersper Übungen am Pauschenpferd sehenswert eröffnet hatte, unter allen Turnern im Mehrkampf immerhin noch die Nummer vier. Das war aller Ehren wert.

Coachten gemeinsan: Alex Schröder und Julian Ulbrich.

Gestartet war die Kiersper Riege also am Pauschenpferd. Das stärkste Kiersper Gerät war auch diesmal ein starkes - allerdings hatte hier Miguel Steinig absteigen müssen. Beim Auftakt trauten sich die Kiersper aber noch nicht, den ersten Joker zu ziehen, so kam er in die Wertung. Nach dem guten Auftritt an den Ringen folgten die kleineren Probleme am Boden - auch weil die Bodenfläche schon deutlich federnder daherkam als in den normalen Oberliga-Wettkämpfen.

Starke Ringe-Übung: Miguel Steinig.

Auch mit den Darbietungen am Barren und Reck durften die TSV-Verantwortlichen zufrieden sein. Einziger Schönheitsfehler war am Ende, dass es doch nicht für Rang fünf reichte. „Trotzdem ein richtig schöner Wettkampf und guter Abschluss des Jahres“, stellte Trainer Uwe Hütz fest, der selbst am Reck und an den Ringen hatte werten müssen und deshalb das Coaching in die Hände von Julian Ulbrich und Alexander Schröder gegeben hatte. Ein Rangletzter, der am Ende trotzdem mit seinen Fans feierte - auch kein alltägliches Bild in der Sportlandschaft…

Tobias Langwald und seine Bodenübung vor dem Kiersper Anhang.

Der Endstand: 1. TSG Sulzbach 278,40 Punkte, 2. WTG Heckengäu 275,30 Punkte, 3. TuS Vinnhorst II 273,80, 4. SG Kirchheim 264,30 Punkte, 5. TG Pfalz 256,20 Punkte, 6. TSV Kierspe 254,20 Punkte

Einzelturner: 1. Kirill Prokopev 77,30 Punkte, 2. André Bienlein 63,55 Punkte, 3. Niccolo Spieß 59,75 Punkte, 4. Jendrik Lange 57,00 Punkte, 5. Alexander Hofer 55,95 Punkte, 6. Jan Kräuter 54,55 Punkte

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