Turnen, Verbandsliga

Eine Verletzung bremst den STV aus

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Beim Sprung zeigte Lina Chiduck eine starke Leistung – am Balken und Boden blieb sie aufgrund ihrer Verletzung unter ihren Möglichkeiten.

Kamen – Jochen Gerlach mochte nach dem Auftakt seine Enttäuschung nicht zu verbergen. „Wir wollten unter die ersten Vier, da ist so ein Ergebnis natürlich ernüchternd“, stellte der Trainer der Verbandsliga-Riege des Schalksmühler TV nach dem Saisonstart am Samstag in Kamen fest. Die STV-Riege belegte im Feld der acht Mannschaften mit 140,10 Punkten nur den achten und letzten Platz.

Ernüchternd und enttäuschend war das Ergebnis, allerdings auch ein Stück weit erklärbar: In einem engen Feld – bis zum fünften Platz (TuS Jöllenbeck, 142,55 Punkte) waren es keine zweieinhalb Punkte – fehlten dem STV letztlich die Punkte, die komplett sorgenfrei wohl möglich gewesen wären. 

Sorgenfrei war der STV aber nicht. Beim Aufwärmen zog sich Lina Chiduck eine Oberschenkelzerrung zu. Sie turnte zwar anschließend, aber stark gehandicapt, musste zweimal vom Schwebebalken und blieb auch am Boden deutlich unter ihren Möglichkeiten. 45,95 Punkte im Vierkampf waren ob dieser Probleme aller Ehren wert – normalerweise allerdings erturnt Chiduck zwei bis drei Punkte mehr. 

Dazu im Kontrast rief Jana Simroth an ihren drei Geräten alles ab, erzielte drei ausgezeichnete Wertungen. Das war nicht der einzige Lichtblick: Jamie Prange als Küken der Riege kam am Stufenbarren nach gelungenem Flieger direkt in die Wertung, machte ihre Sache sehr gut. Am Boden hatte Gerlach noch kurzfristig umstellen müssen, schickte an Stelle von Merisa Zornic hier Nele Middendorf ins Rennen – und die Neuenraderin turnte stark, kam in die Wertung. 

So war der Auftakt, den der TVE Greven vor dem KTV Bielefeld gewann (beide Riegen sind deutlich vor der Konkurrenz), für den STV auch einer, der Anlass gibt, sich einen Rest Zuversicht für die Saisonfortsetzung in Laggenbeck und Bad Oeynhausen zu bewahren... 

Owen mit Alt Ravensberg auf Rang sechs 

In der WTB-Oberliga belegte die Lüdenscheiderin Madeleine Owen mit dem KTV Alt Ravensberg den sechsten Platz, was angesichts der Personalprobleme ein achtbares Abschneiden war. Auch Owen ging gehandicapt an den Start. Beim Sprung bekam sie für ihren Tsukahara 12,90 Punkte, die zweitbeste Wertung in der Mannschaft. Am Stufenbarren machte sich die Schultergelenkprellung am meisten bemerkbar, dort lieferte sie eine eher mäßige Leistung ab (10,25). Zwei Stürze am Balken verhinderten eine Top-Wertung. Allerdings holte sie durch den hohem Ausgangswert und die gute Ausführung 11,05 Punkte, kam in die Wertung.

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