Turnen: Schalksmühler TV

Nach Aufstieg: Herber Stimmungsdämpfer für STV-Riege

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Schock nach der Aufstiegseuphorie: Die Verletzung, die sich Milena Flechsler beim Einturnen der STV-Riege in Sendenhorst zugezogen hat, ist ein Kreuzbandriss. Die Verbandsliga-Saison 2019 wird damit wohl ohne die 17-Jährige stattfinden.

Schalksmühle - In den großen Jubel über den Aufstieg in die WTB-Verbandsliga der Turnerinnen hat sich beim Schalksmühler TV verspätet noch ein herber Stimmungsdämpfer gemischt.

Die Verletzung, die sich Milena Flechsler am Samstag in Sendenhorst beim Einturnen auf der Bodenfläche zugezogen hat, hat sich als Kreuzbandriss herausgestellt. „Am Dienstag war Milena zu einem MRT-Termin in Witten. Danach hatte sie Gewissheit“, sagt Trainer Jochen Gerlach, der sichtlich geschockt war, „das ist schon heftig für eine 17-Jährige. Natürlich ist das auch eine Schwächung für unsere Riege, aber in erster Linie tut es mir unheimlich leid für Milena. So eine Verletzung haben wir in der Riege eigentlich noch nie gehabt.“ 

Die Lüdenscheiderin soll nun möglichst schnell im Sportkrankenhaus in Lüdenscheid-Hellersen operiert werden. Danach wird sie viel Geduld brauchen, die Verbandsliga-Saison 2019 ist kein realistisches Ziel. Gerlach hofft gleichwohl, dass Flechsler danach zurückkommt, schätzt sie vom Typ her so kämpferisch ein. Bis es soweit ist, soll sie alle Zeit haben, dass das Knie wieder richtig stabil wird. 

Für die STV-Riege bedeutet dies: Neben Tingni Lu, die zum Studium nach Köln gehen wird und am Samstag nach dem Relegationswettkampf ihren Rücktritt erklärte, muss nun auch noch Milena Flechsler, die sich in diesem Jahr so stark entwickelt hatte, ersetzt werden. „Wir sprechen darüber im Trainerteam“, sagt Jochen Gerlach. Angedacht ist bereits seit längerem, dass die 13-jährige Lüdenscheiderin Jamie Prange aus dem Gauliga-Team aufrücken soll. 

Aber nun ist noch ein weiterer Platz frei. Die erste Kandidatin dafür ist Nele Middendorf aus Neuenrade, die sich im STV-Gauliga-Team ebenfalls gut entwickelt hat. „Das ist am wahrscheinlichsten“, sagt Gerlach, aber entschieden ist noch nichts. Keine Option für den langjährigen STV-Trainer ist das Einbauen einer externen Turnerin, etwa mit Zweitstartrecht. 

„Das ist nicht mein Weg beim STV, das schließe ich aus“, sagt Jochen Gerlach, „und das ist auch gar nicht nötig. Die Mädchen haben die Relegation auch ohne Milena am Samstag sehr gut hinbekommen.“ Sie sollen dies nun auch in der neuen Klasse mit ihrem Teamgeist und weiteren individuellen Fortschritten schaffen.

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