Turnen, Männer-Oberliga

TSV: Eine Demonstration der Stärke

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13,7 Punkte an den Ringen: Kevin Meisel.

Stadtlohn - Der TSV Kierspe hat den Meistertitel in der Männer-Oberliga der Turner praktisch in der Tasche: Im drittletzten Wettkampf der Saison setzte die Riege von Trainer Uwe Hütz mit dem 43:13-Sieg beim SuS Stadtlohn noch einmal ein dickes Ausrufezeichen.

Es war eine Demonstration der Stärke gegen einen Gastgeber, der wie Kierspe in Bestbesetzung angetreten war, aber trotzdem letztlich nicht den Hauch einer Chance hatte. „Wenn beide Mannschaften komplett antreten, hatte ich das so nicht erwartet“, freute sich Trainer Uwe Hütz, „die Jungs waren einfach gut.“ Die Überlegenheit des Gastes drückte sich auch in den Gerätepunkten aus: 11:1-Zähler standen da für den TSV zu Buche. 

Nur am Boden – hier hatte Hütz mit Vorteilen für die Stadtlohner gerechnet – wurden die Gerätepunkte bei einem 4:4 in Score-Wertung geteilt, auch deshalb, weil hier Kevin Meisel als letzter Turner bei einem 0:4-Rückstand sein Duell gegen David Wilmers nach einer starken Leistung (13,45) 4:0 gewann. „Hier muss man Sam Scholz ein großes Kompliment machen“, stellte Uwe Hütz fest, „er hat sich sehr genau die Ausgangswerte angeschaut und die richtige Strategie für die Score-Duelle ausgetüftelt, das war schon gut. Die Mannschaft zieht da auch sehr gut mit.“ 

Am zweiten Gerät war es freilich keine Frage der Strategie: Das Pauschenpferd ist in dieser Saison der Freund des TSV Kierspe. Auch den SuS zerlegte die Kiersper Riege hier, gewann das Gerät 13:0. Die Ringe und der Sprung waren wieder deutlich enger. „Der Sprung war eigentlich das einzige Gerät des Tages, an dem wir noch ein bisschen Luft nach oben hatten“, stellte Hütz fest. Vor allem Steffen Berg kam hier mit den Bedingungen vor Ort nicht so gut zurecht und verlor sein Score-Duell 0:3. Trotzdem reichte es zu einem knappen 5:4. Einem eigentlich zu knappen 5:4, denn: „Bei Kevin Meisel hat mir die Wertung nicht gefallen, er war an diesem Gerät nicht schwächer als sein Gegner Lukas Schmerling“, stellte Uwe Hütz fest. 

Sei’s drum: 24:9 führte der TSV nach zwei Dritteln, und nach dem Barren, den der Gast nach starken Auftritten (u.a. einer 13,75-Wertung für Meisel) 8:2 gewann, stand es 32:11. Der TSV hatte bei einem der beiden letzten Verfolger in Stadtlohn das Kunststück fertiggebracht, bereits vor dem Reck als Sieger festzustehen. Selbst beim Maximal-Sieg das Gastgeber am Reck (20:0) hätte es zu einem 32:31 gereicht. Die Sauerländer indes dachten gar nicht daran, den Hausherren das letzte Gerät zu überlassen, im Gegenteil: Nach vier sauberen Übungen stand auch hier ein 11:2 zu Buche. Nur Konrad Brandts musste sich bei der letzten Übung vor seiner großen Australien-Reise knapp geschlagen geben. 

11:1-Gerätepunkte, 43:13-Scorepunkte, und nur noch zwei Mannschaftspunkte bei zwei ausstehenden Wettkämpfen (einer davon beim punktlosen Schlusslicht Gleidorf) bis zum Titel – der Turnhimmel in Kierspe hängt im trüben November voller Geigen. 

SuS Stadtlohn – TSV Kierspe 13:43
Boden (4:4): Schmerling (13,55) – Langwald (12,60) 2:0, Hannemann (13,00) – Bienlein (13,10) 0:0, M. Heming (13,45) – Steinig (12,75) 2:0, Wilmers (11,00) – Meisel (13,45) 0:4
Pauschenpferd (0:13): Rölver (9,50) –Wünsch (12,40) 0:4, Schmerling (9,70) – Steinig (12,30) 0:4, M. Heming (12,15) – Langwald (13,05) 0:2, D. Heming (10,85) – Bienlein (12,35) 0:3
Ringe (1:2): Schmerling (13,00) – Steinig (12,65) 1:0, Hannemann (12,30) – Langwald (12,30) 0:0, Schlüter (11,60) – Brandts (12,10) 0:2, Völker (13,70) – Meisel (13,70) 0:0
Sprung (4:5): Schlüter (11,35) – Bienlein (12,20) 0:2, Hannemann (11,25) – Berg (10,05) 3:0, Wilmers (10,40) – Langwald (11,55) 0:3, Schmerling (13,00) – Meisel (12,65) 1:0
Barren (2:8): M. Heming (12,00) – Bienlein (13,30) 0:3, Völker (11,50) – Langwald (12,65) 0:3, Hetkamp (12,65) – Steinig (12,00) 2:0, Schmerling (13,00) – Meisel (13,75) 0:2
Reck (2:11): Hetkamp (11,75) – Brandts (11,25) 2:0, Schmerling (11,20) – Wünsch (12,35) 0:3, Völker (10,20) – Bienlein (11,80) 0:3, Schlüter (9,80) – Meisel (13,05) 0:5

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