Turnen, Männer-Oberliga

TSV-Riege jubelt: Oberliga-Meister

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Die Riege des TSV Kierspe ist Oberliga-Meister 2018: (von links) Hendrik Wünsch, Sam Scholz, Martin Busch, Tobias Langwald, André Bienlein, Julian Ulbrich, Kevin Meisel, Miguel Steinig, Florian Klein und Steffen Berg.

Bochum - Der TSV Kierspe braucht den letzten Wettkampf beim punktlosen Schlusslicht in Gleidorf gar nicht mehr, um Meister zu werden. Die Riege von Trainer Uwe Hütz setzte sich am Samstag beim TZ Bochum/Witten II 42:12 durch und steht damit bereits vor der letzten Runde der Männer-Oberliga in Nordrhein-Westfalen als neuer Titelträger fest.

„Nein, mit diesem Saisonverlauf habe ich vorher ganz und gar nicht gerechnet“, konstatierte Trainer Uwe Hütz nach dem Meisterstück in der Harpener Heide, „wir haben sicherlich das Glück gehabt, dass wir ohne größere Verletzungen und Ausfälle durch die Saison gekommen sind. Im ersten Wettkampf hat Kevin Meisel gefehlt, und dieser Wettkampf war dann auch direkt eng. Aber sonst waren immer alle da.“ 

Auch am Samstag in Bochum: Tobias Langwald zum Beispiel gab ausnahmsweise trotz der frühen Startzeit um 13 Uhr dem Turnen den Vorrang und ließ die Uni aus. Die Bochumer dagegen mussten mit Pavel Kostiukhin und Florian Krahn (beide krank) zwei Turner setzen, wobei der Ausfall von Sechskämpfer Kostiukhin für die Gastgeber kaum zu kompensieren war. 

„Ich denke, wir hätten aber auch gewonnen, wenn die beiden dabei gewesen wären“, stellte Uwe Hütz mit Blick auf die Leistung seiner Riege fest. Zu Beginn am Boden gingen noch zwei Gerätepunkte verloren. 5:2 gewannen die Bochumer dieses Gerät, wobei die Entscheidung erst im letzten Duell zwischen Mohammad al Babbili und Miguel Steinig (3:0) fiel. Der Rückstand war am Pauschenpferd aber schnell wettgemacht. Auch in Bochum war 35 Meter Zentimeter breite Gaul der Freund der Kiersper. 13:0 gewannen sie das Gerät. Hütz freute sich über den dritten Wettkampf in Folge ohne jeden Absteiger am Pauschenpferd, die Bochumer hatten dem allerdings mit ihrer sehr jungen Riege auch herzlich wenig entgegenzusetzen. 

Aus dem 5:2 war ein 5:15 geworden, nach den Ringen stand es gar 6:22. Nur Miguel Steinig gab hier gegen den starken Syrer Mohammad Eid Krouma (13,5) einen Punkt ab. „Dass sich Miguel an den Ringen geschlagen geben muss, das passiert nicht so oft, aber das war auch eine Topübung von Krouma“, stellte Hütz fest. Einen guten Saisoneinstand an den Ringen turnte Sam Scholz, der sich nahtlos einfügte (12,0). 

Die Richtung des Wettkampfes war derweil zur Halbzeit vorgegeben. Am Sprung ging es enger zu (5:3 für Kierspe), wobei hier Steffen Berg eine deutliche Steigerung zeigte, Kevin Meisel seinen zweiten Versuch, in dem er erstmals einen gestreckten Tsukahara mit halber Drehung ausprobierte, nicht stand. 

Am Barren ließen die Kiersper nochmals die Muskeln spielen (12:0) und hatten damit beim 39:9 vor dem Reck bereits den Sieg und die Meisterschaft sicher. Dass am Reck noch einmal die Gerätepunkte geteilt wurden (3:3), es spielte keine Rolle mehr. Gerätepunkte hatten zu diesem Zeitpunkt bereits jede Relevanz für verloren für den neuen Meister. 

Bochum/Witten II – Kierspe 12:42 
Boden (5:2): Kreuz (13,15) – Bienlein (13,30) 0:1; Mettner (13,60) – Langwald (13,15) 2:0; Sen (13,05) – Meisel (13,45) 0:1, la Babbili (12,75) – Steinig (11,35) 3:0
Pauschenpferd (0:13): Mettner (10,85) – Wünsch (12,90) 0:4, Aleshnikov (11,75) – Steinig (12,35) 0:2; Sen (7,10) – Bienlein (12,80) 0:5; al Babbili (12,30) – Langwald (13,15) 0:2
Ringe (1:7): Mettner (11,10) – Scholz (12,00) 0:2; Kreuz (11,55) – Langwald (12,25) 0:2; Krouma (13,50) – Steinig (13,30) 1:0; Sen (11,90) – Meisel (13,55) 0:3
Sprung (3:5): Mettner (11,45) – Langwald (12,05) 0:2, Krouma (12,80) – Berg (11,80) 2:0; Davidovich (10,45) – Bienlein (12,10) 0:3; al Babbili (12,70) – Meisel (12,40) 1:0
Barren (0:12): Reichert (12,00) – Langwald (13,00) 0:2; Mettner (10,75) – Steinig (11,60) 0:2; Kreuz (10,10) – Bienlein (13,25) 0:5; Aleshnikov (10,55) – Meisel (12,15) 0:3
Reck (3:3): Mettner (9,05) – Langwald (10,60) 0:3, Sen (12,10) – Wünsch (11,15) 2:0; Kreuz (11,70) – Bienlein (11,50) 1:0; Krouma (12,95) – Meisel (13,00) 0:0

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