Riesenjubel: STV-Riege schafft Klassenerhalt

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Drittbeste Übung aller Turnerinnen der Verbandsliga-Relegation am Stufenbarren: Lina Chiduck.

SENDENHORST - Die Anspannung war riesengroß vor der Siegerehrung am Samstagmittag. Noch größer war dann aber der Jubel: Die Riege des Schalksmühler TV belegte in der Relegation zur Turn-Verbandsliga des WTB den vierten Platz und hat damit ein Jahr nach dem Abstieg aus der Oberliga den "Durchmarsch" nach unten verhindert. "Es war eine tolle, mannschaftlich geschlossene Leistung", stellte Cheftrainer Jochen Gerlach fest, "das haben sich die Mädchen verdient."

Als Tabellensiebter der Verbandsliga und angesichts zweier ganz starker Landesliga 1-Teams im Nacken war für die STV-Riege nach der so holprigen Saison die Relegation alles andere als ein Selbstläufer. Doch gleich zu Beginn setzte die Riege ein Ausrufezeichen. Am Schwebebalken, den die Mädchen an der Volme gerne "Zitterbalken" nennen, kam das Team ohne jeden Abgang durch. Rekordverdächtig. Dabei erwies es sich als goldrichtig, auf Übungen mit einem höheren Schwierigkeitsgrad zu verzichten. Lina Chiduck (10,35 Punkte), Claudia Raczek (9,9) und Selma Zornic (9,9) kamen in die Wertung und holten 30,15 Punkte. "Das ist noch nie da gewesen", freute sich Gerlach - dass eine 9,55-Wertung von Tingni Lu das Streichergebnis war, unterstrich den geschlossen starken Auftritt.

Am Boden ging es weniger glatt weiter. Tingni Lu fehlte in ihrer Übung die Spannung, so wurden ihre Schwierigkeiten nicht anerkannt. 7,65 Punkte waren das Streichergebnis. Nach guten Übungen von Claudia Raczek (11,6) und Selma Zornic (10,8) turnte Lina Chiduck mit viel Mühe durch, verhinderte auf der Akro-Bahn mit Ach und Krach einen Sturz und erhielt 9,25 Punkte. 31,65 Punkte waren es in Summe. "Eigentlich zu wenig", wie Gerlach bekannte.

Doch am Sprung hatte sich das Team wieder gefangen. Tingni Lu erturnte mit einem Überschlag sehr sauber 12,0 Punkte, Selma Zornics Yamashita wurde mit 12,3 Punkten belohnt. Als Dritte kam Lina Chiduck (11,95) noch vor Claudia Raczek (11,4) in die Wertung. 36,25 Punkte waren ein gutes Ergebnis - schon jetzt war Gerätpartner Ibbenbüren II deutlich im Hintertreffen.

Aber es wartete noch der Stufenbarren. Eine "tolle Leistung" bescheinigte Gerlach seinem Quartett später. Lina Chiducks 10,7-Wertung war die dritthöchste der gesamten Konkurrenz an diesem Gerät. Zornic (9,1) und Raczek (8,2) stockten das Ergebnis auf stolze 28,0 Punkte auf, Tingni Lu (7,9) kam nicht in die Wertung.

Die Leistung hatte gestimmt, aber hatte dies am Ende auch gereicht für einen der ersten vier Plätze? Die Spannung war groß - und es hatte gereicht. Hinter Tagessieger Coesfeld (143,8), der seinem Sieg beim Landescup einen weiteren Erfolg folgen ließ, und dem starken Team BTW Bünde (137,85) wurde die SU Warendorf (126,6) Punkte Dritter, dem STV fehlten aber selbst auf Warendorf nur 0,55 Punkte. 126,05 Zähler bedeuteten Rang vier mit mehr als drei Punkten Vorsprung vor dem KTV Dortmund III (122,25), dem TV Ibbenbüren II (122,10). Keine Chance hatten der KTV Dortmund IV (115,7) und das nur mit zwei Turnerinnen angetretenen Team aus Bad Lippspringe.

Thomas Machatzke

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