STV-Rumpfriege klettert auf den sechsten Platz

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Erneut starke Leistung am Schwebebalken: Claudia Raczek vom Schalksmühler TV.

Kamen - Ein sechster Platz nach zwei von drei Wettkämpfen – so ein Zwischenergebnis kann unterschiedliche Gefühlslagen produzieren. In der Verbandsliga der Turnerinnen kletterte die Rumpf-riege des Schalksmühler TV in Kamen auf diesen sechsten Platz und war zufrieden. In der Landesliga 2 verharrt der TSV Kierspe vor dem letzten Wettkampf in Dortmund ebenfalls auf Rang sechs, hat so praktisch alle Chancen auf die Aufstiegsrelegation verspielt. So etwas kann nicht zufrieden stimmen.

Von Thomas Machatzke

Der STV turnte in Kamen ohne Lina Chiduck und Sarah Wuntke (beide verletzt), dafür erhöhte Marie Eicker ihr Engagement von einem auf drei Geräte. Nach sehr guten Leistungen am Boden (1,75 Punkte mehr als in Coesfeld, nur Raczek wurde ein Flugteil nicht anerkannt; stark: Zornic und Eicker) und solide-guten Übungen am Sprung ließ die Riege am Stufenbarren Federn. Hier turnte nur Claudia Raczek eine richtig gute Übung, Selma Zornic und Tingni Lu hatten nach dem Flugteil Probleme in der Fortsetzung der Übung.

Sehr positiv war wiederum der Gesamteindruck am Balken. Am Problemgerät des ersten Wettkampfes legte der STV 2,4 Punkte zu, wobei auch hier Raczek eine ausgezeichnete Leistung zeigte. Tingi Lu musste einmal vom Gerät, Selma Zornic dreimal. Letztlich waren es so zwar „nur“ 0,35 Punkte mehr als beim Saisonauftakt, allerdings bei strengeren Wertungsrichtern – so zog der STV am VTB Siegen im Tagesklassement und in Summe auch ganz knapp in der Saisonwertung vorbei. „Damit können wir sehr zufrieden sein“, freute sich Cheftrainer Jochen Gerlach.

Kiersper Patzer am Schwebebalken

Im Lager des TSV Kierspe herrschte dagegen Ernüchterung. Der Zug zurück in die Landesliga 1 fährt ohne den TSV ab. Auf den vierten Platz, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt, beträgt der Rückstand nun schon sechs Punkte. Wie schon beim Auftakt war der Wettkampf gar nicht einmal schlecht. Schlecht war nur der Auftakt am Schwebebalken. Ronja Werkshage und Kristin Hütz strichen aus Sicherheitsgründen B-Teile aus ihren Übungen – Letztere musste zudem genau wie Kim Gläser einmal vom Gerät. Nur 30,6 Punkte an diesem Gerät waren direkt eine Hypothek für den Wettkampf. Drei Punkte mehr an diesem Gerät, und es hätte für Rang vier im Tagesklassement gereicht.

Ab dem zweiten Gerät waren die Darbietungen nämlich gut bis sehr gut. Am Boden und auch am Stufenbarren turnte die Riege deutlich besser als noch in Coesfeld. Am Sprung zeigte Werkshage erstmals wieder im Wettkampf eine ganze Schraube, wurde von den Wertungsrichtern aber nicht belohnt. Unterm Strich sprang so mit 139,75 Punkte nur der siebte Platz in einem erneut enorm engen Wettkampf heraus.

Owen mit Kamen auf Rang fünf

Zum Abschluss des Liga-Wochenendes stand am Sonntagnachmittag auch noch der zweite Wettkampf der NRW-Liga auf dem Programm. Für die Lüdenscheiderin Madeleine Owen war es ein Heimspiel mit dem VfL Kamen in der Friedrich-Ebert-Halle. Kurios: Wie beim Saisonauftakt belegte der VfL als Neuling wieder Rang fünf und fiel doch im Gesamtklassement der Liga auf Rang sechs zurück, weil der bisherige Sechstplatzierte, KTV Alt Ravensburg, in der Tageswertung auf den dritten Platz kletterte und so insgesamt an Kamen vorbeizog.

Madeleine Owen turnte anders als in Coesfeld nur an drei Geräten, ließ den Stufenbarren aus. Am Schwebebalken (10,7) und am Boden (10,9) verbesserte sich Owen und kam in die Wertung. Am Sprung dagegen lief es nicht so gut: Hier erhielt sie mit 9,65 Punkten 1,6 Zähler weniger als in Coesfeld. Das bedeutete an diesem Gerät das Streichergebnis für die Kamener Riege.

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