Drei von vier Teams schaffen den Aufstieg

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Mit dem TSV Kierspe in der Relegation in Bergisch Gladbach am Start: André Bienlein.

Kierspe - Der Gewinn der Oberliga-Meisterschaft ist Geschichte, der Blick für die Turner des TSV Kierspe geht nach vorne: Am 13. Dezember wartet in Bergisch Gladbeck die Relegation zur 3. Bundesliga. Ein Wettkampf, für den sich der TSV eigentlich gar keine großen Hoffnungen gemacht hat. Doch die Aufstiegschancen stehen gar nicht so schlecht.

Von Thomas Machatzke

In der Vierfachsporthalle der Integrierten Gesamtschule Paffrath in Bergisch Gladbach werden am 13. Dezember ab 10 Uhr vier Mannschaften um drei freie Plätze für die 3. Bundesliga turnen. Der TSV Kierspe startet als Meister der NRW-Oberliga. Dazu kommen der Meister der Hessenliga, der KTV Fulda, und die beiden Letztplatzierten der 3. Bundesligen Nord und Süd. Wer Letzter in diesen Klassen wird, entscheidet sich erst am Wochenende am letzten Wettkampftag der 3. Bundesliga.

In der Nordstaffel belegen die TSG Sulzbach, die KTV Ruhr-West, die TSG Isselhorst-Leopoldshöhe und der TV Hösbach aktuell punktgleich die vier letzten Plätze und treffen am Samstag in direkten Vergleichen aufeinander. Ähnlich ist die Situation in der Südstaffel: Hier belegen die TG Wangen-Eisenharz, die KTV Hohenlohe und der USC München punktgleich die letzten drei Plätze. Auch hier hängt alles vom letzten Wettkampftag ab.

„In den vergangenen Jahren war es so, dass der Sprung in die 3. Bundesliga für Teams aus den Landesverbänden ein großer war“, sagt Ralf Neumann, Vorstandsvorsitzender des Präsidiums der Deutschen Turn-Liga, „da hatten in der Relegation die Mannschaften von oben immer sehr gute Chancen.“ Im Jahr 2013 zum Beispiel setzten sich in der Relegation die Drittliga-Letzten durch. Diesmal nun wird aber definitiv ein Team aus dem Landesverbänden aufsteigen – das hängt damit zusammen, dass vor der Saison Zweitligist TSV Grötzing sein Team zurückgezogen hat. So rückte der TV Großen-Linden in die 2. Bundesliga nach – und in der 3. Bundesliga Nord gab es nurmehr sieben Teams. Für die Relegation bedeutet dies: Es gibt einen freien Platz mehr als üblich.

Ein wenig befremdlich mutet es da an, dass mit Kierspe und Fulda nur zwei Meister der Landesverbände antreten. „Das hängt wahrscheinlich für viele mit den hohen Kosten für weite Anreisen und zudem mit den geringen Chancen zusammen“, mutmaßt Ralf Neumann. Die Kiersper haben in Bergisch Gladbach praktisch ein Heimspiel, starten sie doch als Meister der gemeinsamen Oberliga von Westfälischem und Rheinischem Turnerbund in die Relegation.

Neues Wettkampfsystem für die Kiersper Turner

In der Relegation zur 3. Bundesliga im Turnen muss sich der TSV Kierspe auf ein anderes Wettkampfsystem einstellen: In Bergisch Gladbach wird es – anders als in der WTB-Oberliga – nicht an jedem Gerät ein Streichergebnis geben. Jedes Team stellt pro Gerät vier Turner und hat zudem drei „Joker“. Das bedeutet: An drei Geräten kann nach den vier Übungen ein fünfter Turner ans Gerät geschickt werden, der dann auch definitiv in die Wertung kommt. Für die Relegation muss TSV-Trainer Uwe Hütz zehn Turner benennen.

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