TSV Kierspe zurück auf der WTB-Ebene

Nach einer starken Leistung in der Relegation in Kamen hauchdünn aufgestiegen in die Landesliga 2: Die Riege des TSV Kierspe mit (von links) Dana Hütz, Sofie Waimann, Ronja Werkshage, Maike Thran und Kristin Hütz.

Kamen - Keine Relegation ist so schwierig einzuschätzen wie jene zur Landesliga 2 der Turnerinnen im WTB. Umso größer war am Sonntagabend der Jubel im Lager des TSV Kierspe.

Mit dem fünften Platz in der Friedrich-Ebert-Sporthalle in Kamen schaffte die Riege hauchdünn den Sprung zurück in den Liga-Betrieb auf Westfalenebene.

Hochzufrieden war Trainerin Britta Hütz mit dem Auftritt ihrer Schützlinge in Kamen. Einem Auftritt, der eigentlich unter keinem guten Stern gestanden hatte: Nach den Ausfällen der langzeitverletzten Kim Gläser und Finja Hertrampf hatte kurz vor dem Wettkampf auch noch Wiebke Oberlies aufgrund einer Verletzung des Sprunggelenks passen müssen.

Ordentliche Leistung am Stufenbarren

Am Stufenbarren ging es los – und zwar durchweg ordenlich. Maike Thran bestätigte ihre gute Form aus dem Training, Sofie Waimann turnte bei ihrer Premiere für den TSV ganz exakt und sauber durch. „Alles, was machbar war“, sagt Britta Hütz. Die höchste Barren-Wertung ging aufs Konto von Ronja Werkshage – die Topturnerin der Riege war auf den Punkt hin topfit und sollte einen durchweg starken Wettkampf auf hohem Niveau turnen.

Auch am Balken holte sie ungeheuer souverän ohne Absteiger die höchste Wertung, Waimann blieb ebenfalls auf dem Gerät und kam sauber, aber vielleicht eine Spur unsicherer durch. Dana Hütz und ihre Schwester Kristin mussten einmal absteigen – Kristin Hütz hatte Pech, musste nach der Kampfrichterbesprechung ihre Akro-Kombination umbauen, weil die geplante nicht anerkannt worden wäre.

Ronja Werkshage beste Vierkämpferin

Am Boden ging die höchste Wertung ebenfalls aufs Koto von Werkshage, die zwar im Vergleich mit allen Liga-Turnerinnen kein einziges Gerät gewann, aber unterm Strich mit 49,00 Punkten den besten Vierkampf der gesamten Relegation turnte. Auch hier durfte sich die Bilanz von Grünewald-Zugang Waimann sehen lassen – angesichts des Ausfalls von Oberlies turnte auch die Lüdenscheiderin die vier Geräte durch und brachte es auf 47,40 Punkte – nur fünf Turnerinnen der Liga sammelten mehr Punkte. Auch am Boden zeigte sie eine starke Leistung, allerdings noch mit Luft nach oben beim tänzerischen Ausdruck. Der war umso überzeugender bei Dana Hütz, die mit einer starken Wertung (11,70) belohnt wurde.

Dramaturgisch wertvoll bis zur letzten Sekunde

Am Ende holte die TSV-Riege auch am Sprung noch satte 36,70 Punkte – hier mit der besten Ausbeute für Waimann, deren sauberer Überschlag mit 12,35 Punkten belohnt wurde. Daneben kamen auch Dana Hütz und Ronja Werkshage in die Wertung. Der Wettkampf war ein gelungener – und doch blieb die Ungewissheit bis zuletzt. Erst recht, weil die Wettkampfleiterin erst die Platzierungen 13 bis sieben aufrief, danach die Platzierungen eins bis vier. Am Ende warteten nurmehr der TSV Kierspe und der KTV Dortmund VII, der Höhepunkt aller Dramaturgie – mit am Ende enttäuschten Dortmunderinnen und großem Jubel im Lager des TSV Kierspe, die sich den nach dem Rückzug des VTB Siegen II fünften freien Platz für die Landesliga 2 im Jahr 2016 gesichert hatten.

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