Favoritensiege in der Plettenberger Jahnturnhalle

Justus Sechtenbeck vom TV Friesen Lüdenscheid dominierte seine Altersklasse. - Fotos: M. Jeide

PLETTENBERG -  Mit Favoritensiegen endete am Sonntag die Gaupokalliga der Nachwuchsturner in Plettenberg. Beim vierten und letzten Wettkampftag in der Turnhalle des TV Jahn war nur in einer Altersklasse der Tagessieger nicht identisch mit dem Gesamtsieger und Goldpokalgewinner.

Bei den A-Jugendlichen siegte zwar Christian Schorr vom TSV Kierspe vor seinem Vereinskameraden Hendrik Staack, letzterer lag mit Platzziffer vier in der Endabrechnung aber knapp vor Schorr (Platzziffer 5), der dafür Silber bekam.

Silber war ohnehin bei der von Gau-Oberturnwartin Eva Gobrecht und dem Fachwart für das Leistungstuurnen männlich, Eckhard Matzner, durchgeführten Siegerehrung die beliebteste Edelmetallfarbe. Denn sowohl bei der Jugend B als auch bei den Schülern A gab es jeweils zwei zweite Plätze.

Bei den B-Junioren teilten sich Tobias Konka (TV Jahn Plettenberg) und Jan Pfannenstiel (TSV Kierspe/jeweils Platzziffer 7) Rang zwei hinter dem überlegenen Plettenberger Jan Grewe, der beim dritten Wettkampf verletzungsbedingt hatte pausieren müssen, sich gestern aber wieder in guter Form vorstellte und seinen dritten Tagessieg holte.

Mit der Idealplatzziffer drei setzten sich neben Grewe auch Konrad Brandts bei den Schülern A und Justus Sechtenbeck bei den Schülern B in der Jahres-Pokalwertung an die Spitze. Beide Turner vom TV Friesen Lüdenscheid waren aufgrund ihres Fehlens beim ersten Wettkampf in Kierspe gleich mit einem Streichergebnis in die Saison gestartet, konnten sich diesen Umstand aber dank ihrer herausragenden turnerischen Qualität locker erlauben. Sechtenbeck (91,90 Punkte) gewann gestern mit 5,2 Punkten Vorsprung, Brandts (97,20) gar mit 8,1 Punkten Abstand – das sind turnerische Welten.

Bei den jüngsten Turnern, der Schülern C, stand mit dem dritten im Bunde des erfolgreichen Friesen-Trios, Noah Wilczek, der Pokalsieger schon vor dem gestrigen Saisonfinale in der Jahnhalle fest. Das hinderte den Lüdenscheider aber nicht daran, seinen ersten Platz nochmals zu bestätigen – Wilczek siegte somit als einziger Turner bei allen vier Wettkämpfen.

29 Turner aus drei Vereinen waren gestern am Start – das erlaubte die Durchführung der Sechskämpfe in der Jahnturnhalle. „Es war zwar etwas hektisch, weil wir nach vier Durchgängen Barren und Reck aufbauen mussten, aber der Wettkampf in unserer eigenen Sporthalle hat uns eine Menge Arbeit und den Transport der Geräte nach Böddinghausen erspart“, sagte Jan Gleitze, Oberturnwart des gastgebenden TV Jahn, am Ende des dreistündigen Wettkampfs.

Möglich wurde die Durchführung in der Jahnhalle aber erst durch die kürzlich getätigte Investition des Plettenberger Vereins. Für knapp 5 000 Euro wurde in der ehrwürdigen Halle eine neue Deckenkonstruktion zur Befestigung der Ringe angebracht, die gestern ihre Feuertaufe bestand.

Michael Jeide

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