Vielfalt ist Trumpf bei den Mehrkampf-Meisterschaften

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Im Jahn-Neunkampf der W30 dabei: Wiebke Fritsch (Grünewald).

Kreisgebiet -  Die frühere Hansestadt Einbeck im südlichen Niedersachsen ist am Wochenende das Ziel der besten Mehrkämpfer aus dem gesamten Bundesgebiet: In Einbeck finden die Deutschen Mehrkampf-Titelkämpfe des Deutschen Turner-Bundes statt. Aus dem Lenne-Volme-Turngau starten sieben Aktive aus drei Vereinen.

Von Thomas Machatzke

Mit dem größten Aufgebot reist der TuS Grünewald Lüdenscheid gen Norden. Neben den DM-Dauerbrennerinnen Wiebke Fritsch und Imke Vollmerhausen, die im Jahnneunkampf der Altersklasse W30 starten, ist erstmals auch Sofie Waimann (W14/15) mit von der Partie. Waimann schaffte in Bergisch Gladbach ganz knapp die Qualifikation für den Jahnsechskampf und geht in Einbeck als 35. der Setzliste an den Start. 37 Aktive sind in ihrem Wettkampf dabei. Für Waimann sind die sechs Disziplinen (Turnen: Stufenbarren und Boden; Leichtathletik: 100-Meter und Kugel; Schwimmen: 100-Meter und Wasserspringen) auf zwei Tage verteilt. Fritsch und Vollmerhausen dagegen starten am Samstag voll durch. Bei ihnen gesellt sich zu den sechs Disziplinen, die Waimann absolviert, noch der Sprung (Turnen), der Weitsprung (Leichtathletik) und das 25-Meter-Tauchen auf Zeit dazu. Wiebke Frisch startet als Achte des 13er-Feldes und strebt einen Mittelplatz an, Imke Vollmerhausen wird nach ihrer Vorleistung auf Rang zwölf geführt.

Der Schalksmühler TV wäre eigentlich auch mit drei Turnerinnen am Start. Sarah Wunkte allerdings muss verletzungsbedingt passen. Selma Zornic ist die wohl aussichtsreichste LVG-Wettkämpferin in Einbeck. Wenn sie ihre gute Form der vergangenen beiden Wochenenden (WTB-Landescup, Herbstwettkämpfe) bestätigt, dann sollte für sie im Deutschen Sechskampf (Turnen: Sprung, Barren und Boden; Leichtathletik: 100-Meter, Kugelstoß und Weitsprung) ein Platz in den „Top 10“ möglich sein. In ihrer Klasse, der W14/15, starten 51 Mehrkämpferinnen.

Langwald und Berg verzichten auf Start

Claudia Raczek, die sich bei den Hessischen Meisterschaften nachträglich für Einbeck qualifiziert hat, hat mit der Teilnahme am Wettkampf der W16/17 ihr Ziel – dabei zu sein – schon erreicht. Alles Weitere ist nun Zugabe für die Turnerin aus der Verbandsliga-Riege des STV, die in der Leichtathletik nicht so stark aufgestellt ist wie Zornic und deshalb für keinen vorderen Platz in Frage kommen dürfte im 40er-Feld. Allerdings hat Raczek sehr fleißig trainiert, so dass vielleicht eine Überraschung möglich ist.

Der TV Jahn Plettenberg ist in diesem Jahr nicht so stark vertreten wie üblich. Einige starke Mehrkämpfer haben die NRW-Titelkämpfe in Bergisch Gladbach Anfang Juni ausgelassen. Qualifiziert für die nationalen Titelkämpfe haben sich Jan Grewe bei den Schülern A im Jahn-Sechskampf und Melina Misera im Leichtathletik-Fünfkampf der Frauen. Für beide sollte in Einbeck das Erreichen eines Mittelplatzes im Bereich des Möglichen liegen.

Die vom TSV Kierspe qualifizierten Steffen Berg und Tobias Langwald (beide im Deutschen Achtkampf der Männer) verzichten auf eine DM-Teilnahme – sie geben der am Samstag in Coesfeld für den TSV beginnenden Oberliga-Turnsaison den Vorrang.

Nicht mehr für den Lenne-Volme-Turngau startet die Lüdenscheiderin Madeleine Owen (VfL Kamen) bei den Deutschen Meisterschaften. Owen ist im Deutschen Achtkampf der Frauen-Hauptklasse als 13. der Setzliste gemeldet. Allerdings hat die 21-jährige aus der Kamener NRW-Liga-Riege im Vorfeld mit einer Bänderdehnung und Virusinfektion zu kämpfen gehabt. In Einbeck wird abzuwarten sein, wie Owen diese Handicaps wegstecken wird. Ein Platz in den „Top 10“ ist im Feld der 38 Starterinnen in ihrem Wettkampf auf jeden Fall das erklärte Ziel.

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