Vierter Sieg und vier verlorene Gerätepunkte

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Starker Wettkampf in Iserlohn, nicht nur am Barren: Tobias Langwald.

Iserlohn - Am Ende stand für die Oberliga-Turner des TSV Kierspe der vierte Sieg im vierten Wettkampf der Saison. Aber es standen auch vier verlorene Gerätepunkte zu Buche nach dem MK-Derby beim KTV Iserlohn. „Zweimal verzockt…“, stellte Uwe Hütz unaufgeregt fest. Spannend war es beim 221,75:211,7-Erfolg in der Waldstadt deshalb nicht.

Das Wochenende hatte für den TSV mit einer Hiobsbotschaft begonnen. In Iserlohn hatte der TSV seinen Topturner Kevin Meisel nicht eingeplant - beruflich bedingt. Meisel aber war gar nicht als Rettungssanitäter unterwegs, lag vielmehr selbst im Krankenhaus nach einer Blinddarm-Operation am Freitag. „Damit fehlt Kevin uns für den Rest der Saison“, stellte Hütz fest - gerade mit Blick auf das Topduell der beiden verlustpunktfreien Teams aus Isselhorst und Kierspe am nächsten Woche durchaus eine schwere Hypothek.

In Iserlohn fehlte neben Meisel auch Reck-Spezialist Ben Gossow, trotzdem war der Kampf eine klare Sache. Direkt am Boden setzte die Riege mit 40,05 Punkten ein Ausrufezeichen und nahm dem KTV 2,75 Punkte ab. André Bienlein und Tobias Langwald turnten ganz starke Übungen, auch Florian Klein kam gut durch - und Birk-Ole Bornträger gab eine gute Boden-Premiere. Am Pauschenpferd wurde es noch deutlich: 37,8:33,6 ging das Gerät an den Gast, obwohl Alexander Schröder bei seinem Comeback kurz vor dem Abgang ebenso vom Gerät musste wie Hendrik Wünsch, der aber ansonsten toll durchturnte und hinter dem sehr gut aufgelegten Tobias Langwald die höchste Wertung an diesem Gerät erhielt.

An den Ringen verzockte sich der TSV dann das erste Mal: Das Gerät ging mit 35,5:35,2-Punkten an die Gastgeber, die eine starke Leistung zeigten und davon profitierten, dass Uwe Hütz hier Routinier Stephan Jatzkowski mit Blick auf Isselhorst und auch mit Blick auf die nächste Landesliga-Saison schonte und durch Hendrik Wünsch ersetzte. So waren zwei Gerätepunkte verloren. Der Sieg war deshalb nicht in Gefahr. Beim Sprung legten Langwald, Bienlein und Steffen Berg mit konstant guten Leistungen weitere 2,7 Punkte zwischen den TSV und den KTV. Zudem feierte Hendrik Staack eine gute Oberliga-Premiere.

Gesparte Übungen am Barren und Reck

Auch der Barren ging klar an den Gast, hier brillierte der nach einer Erkältung geschwächte André Bienlein mit der besten Übung - er sollte am Ende der beste Mehrkämpfer des Tages sein. Weil Bienlein (13,9), Langwald und Göhner so gut durchkamen, sparte Hütz hier den Einsatz von Sam Scholz - trotzdem lag der TSV 2,8 Punkte vor Iserlohn. Das letzte Gerät - das Reck - ging allerdings verloren. 

Rainer Welter legte 11,05 Punkte vor, auch Göhner und Wünsch turnten ordentlich durch. So verzichtete Berg auf seine Übung. Doch weil KTV-Routinier Marco Dobat mit einer tollen Reck-Übung ein Ausrufezeichen setzte (13,2), ging das Gerät 33,55:31,55 an die Iserlohner. Zwei weitere Gerätepunkte waren für den Vorjahresmeister verloren. Doch die Laune ließen sich die Kiersper davon nicht verderben.

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