Das Aus im Titelkampf für die TG-Riege

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Aus im Titelkampf: Birk-Ole Bornträger am Sprung.

Leopoldshöhe - Die TG Kierspe/Lüdenscheid hat in der Turn-Landesliga ihre Chance auf den Titelgewinn verspielt. Im „Endkampf“ beim TuS Leopoldshöhe unterlag das Team aus dem märkischen Südkreis am Samstag am Ende deutlich 198,20:204,95 – es war nicht der Wettkampf der TG-Riege gewesen.

Von Thomas Machatzke

Mit zwei verturnten Übungen am Boden war der Start bereits denkbar schlecht. Sowohl Sam Scholz, der sich nach dem Überschlag-Salto hinsetzen musste, als auch Hendrik Staack kamen nicht sauber durch. „Es war ein nervöser Start“, sollte Stephan Jatzkowski, der gemeinsam mit René Emde Trainer Uwe Hütz (Urlaub) vertrat, feststellen. Florian Klein und Birk-Ole Bornträger kamen zwar gut durch, doch unterm Strich ging das Gerät klar an die Gastgeber-Riege.

Am Pauschenpferd setzte sich der erste Trend fort. Hier musste Konrad Brandts vom Gerät. Florian Klein, der für den am Handgelenk verletzten Jonathan Kuhbier einsprang, turnte ebenso solide wie auch Fabian Matzner und Sam Scholz – aber das Geräte ging trotzdem auch an die Leopoldshöher. Damit war klar, dass die TG, die mit zwei Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter in den Wettkampf gegangen war, nun nicht nur den Rückstand aufholen, sondern auch drei der verbleibenden vier Geräte gewinnen musste, um noch die Spitze zu erobern.

Wettkampf schon vor dem Reck verloren

An den Ringen holte die TG-Riege tatsächlich auf. Stephan Jatzkowski erhielt 13,5 Punkte, Birk-Ole Bornträger eine 11er-Wertung – der TuS dagegen hatte nur 10er-Wertungen im Angebot. Das Gerät ging klar an den Gast, der damit neue Hoffnung schöpfte. Doch die war nicht von Dauer. Am Sprung hatten alle Turner Probleme mit den Gegebenheiten – vom Sprungtisch ging es direkt in die Grube, auf die Matten gelegt waren. Die Sprünge waren kaum zu stehen. „Das Problem hatten beide, aber damit sind die Gastgeber natürlich besser klargekommen“, sagte Jatzkowski.

Die TG ließ danach auch am Barren die letzte Chance zu einer entscheidenden Aufholjagd verstreichen. Jatzkowski selbst, der Probleme mit der Hand hatte, musste einen unschönen Zwischenschwung einbauen. Dazu kam, dass die TG die Übung von Sam Scholz deutlich „verwertet“ sah. „Er turnt meist 13er-Wertungen und war nicht schlechter als sonst“, stellte Jatzkowski fest. So ging der Barren mit 0,05 Punkten Vorsprung an die Hausherren. Der Wettkampf war damit praktisch entschieden. Am Reck verzichtete Jatzkowski aufgrund seiner Probleme auf einen Start, auch das letzte Gerät ging so nach soliden Übungen letztlich verloren. Der TuS Leopoldshöhe steht damit ganz dicht vor dem Titelgewinn.

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