Saisonstart gelingt gegen starke Gästeriege

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Starke Leistung am Pauschenpferd: Jonathan Kuhbier.

KIERSPE – Der Auftakt machte Appetit auf mehr: Die Landesliga-Riege der TG Kierspe/Lüdenscheid gewann ihren ersten Wettkampf der Saison gegen den TuS Witten-Stockum 192,85:189,65. Auch wenn die Gäste mit einer neu formierten, sehr jungen Riege ihre Ligapremiere feierten, so waren sie doch zum Start direkt ein echter Prüfstein und alles andere als Laufkundschaft. Die TG-Turner lösten ihre Aufgabe indes mit einer weitestgehend starken Leistung. Ein guter Start.

Von Thomas Machatzke

Der junge Gast aus Stockum – vor dem Wettkampf ein unbeschriebenes Blatt für die Gastgeber aus dem Sauerland – war zusammengestellt worden aus Turnern des Turn-Zentrums an der Harpener Heide in Bochum. Und zwar auch jenen jungen Turnern, die noch nicht den Sprung in die Liga-Teams des TZ Bochum/Witten in der 3. Liga und Verbandsliga geschafft haben. Gleichwohl ist das Turn-Zentrum ein Standort mit vielen Talenten. Davon durften sich auch die Turner aus Kierspe und Lüdenscheid überzeugen.

Allen voran die Darbietungen des zwölfjährigen Lukas Herich waren eine Augenweide. Der Youngster aus dem Ruhrgebiet hat kürzlich erst mit dem Westfalenteam den Deutschlandpokal gewonnen. Beim Landesliga-Start in Kierspe turnte Herich federleicht die besten Übungen am Boden (13,8), an den Ringen (11,75) und – recht spektakulär – am Reck (9,90), dazu die zweitbeste Übung am Barren.

Trumpfkarte Matzner sticht

Die Riege der TG Kierspe/Lüdenscheid konterte dies mit Geschlossenheit und einem – mit Ausnahme der Ringe-Übung – ausgezeichneten André Bienlein, der vor allem am Barren (12,00) einen Glanzpunkt setzte. Am Pauschenpferd war Bienlein zudem zweitbester Turner des Tages. Hier holte einer 0,05 Punkte mehr, den Trainer Uwe Hütz erst kurzfristig aus dem Hut gezaubert hatte: Fabian Matzner. Der Tagessenior der Riege machte seine Sache richtig gut. „Vielleicht waren es die entscheidenden zwei Punkte“, freute sich Hütz über seinen klugen Schachzug, „man muss auch mal Glück haben.“

Ein Wettkampf auf Augenhöhe

Insgesamt war es gleichwohl ein Wettkampf auf Augenhöhe. Der Boden ging knapp an die Gäste aus Witten und damit auch die ersten beiden Gerätepunkte. Am Pauschenpferd siegte die TG dank Matzner und Bienlein deutlich und ging 69,10:67,00 in Führung. Diese Führung gab man nicht mehr ab, obwohl die Ringe – am Samstag schwächstes Gerät der Riege – klar an den Gast gingen, der sich so bis auf vier Zehntel an die TG annäherte (99,75:99,35).

Kuhbier viermal in der Wertung

Die zweite Wettkampfhälfte gehörte aber den Hausherren in der Halle der Bismarckschule. Am Sprung sorgte die TG wieder solide-gut für ein etwas bequemeres Polster. Am Barren ging zwar Florian Klein vom Gerät – er kämpfte sich trotz Trainingsrückstand ordentlich durch den Wettkampf –, doch die Wittener hatten gleich zwei Absteiger zu verzeichnen und zogen auch hier den kürzeren. So blieb zwar vor dem Reck ein Restzweifel am Sieg, doch den räumten Bienlein, Brandts, Klein und Kuhbier mit soliden Übungen aus. Youngster Konrad Brandts kam damit an seinen zwei Geräten zweimal als zweitbester TG-Turner in die Wertung, Jonathan Kuhbier krönte seine gute Leistung des Tages mit der besten Reck-Übung der Riege. Ein guter Start in die Saison.

Thomas Machatzke

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