Erste Niederlage gegen starke Lipperländer

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Starke Leistung nicht nur am Sprung: André Bienlein.

KIERSPE - Die ersten beiden Hürden in der neuen Saison hatte die Landesliga-Turnriege der TG Kierspe/Lüdenscheid verdient genommen, die dritte aber war eine zu hohe: Gegen den TuS Lübbecke unterlag das Team von Trainer Uwe Hütz am Samstag in der Halle der Bismarckschule 197:85:209,00.

Von Thomas Machatzke

Damit ist der Kampf um Titel zu einem Zweikampf zwischen Verbandsliga-Absteiger Dortmund und jenem starken samstäglichen TG-Kontrahenten aus dem Lipperland geworden. Nur ein Gerät ging am Samstag an die Gastgeber: Am Pauschenpferd erturnten Christian Schorr, Jonathan Kuhbier, André Bienlein und Fabian Matzner 32,65 Zähler und damit 1,7 Punkte mehr als der Gast. So ging die TG nach dem zweiten Gerät des Tages immerhin einmal in Führung (69,85:69,40). Nach den Ringen und damit zur Geräte-Halbzeit lag Lübbecke aber wieder mit 0,25 Zählern Vorsprung vorne und baute dieses Polster bis zum Ende zu einem mehr als satten aus.

Gäste aus Niedersachsen

Die Erfolge im Lipperland kommen nicht von ungefähr. Das Team, das in der Vorsaison noch gegen die TG aus dem märkischen Südkreis unterlag, ist verstärkt in diese Saison gegangen. Das Sagen hat in Lübbecke mit Christoph Henning der bis Ende 2012 fest angestellte Trainer des TuS Leopoldshöhe. Heute trainiert Henning die Talente im zwölf Kilometer von Lübbecke entfernten Rinteln in Niedersachsen. Da es in Niedersachsen kein Ligaturnen gibt, starten diese mit Zweitstartrecht für das Team aus Lübbecke. So auch die U14-Kräfte Joshua Martin und Joris Strüber, die zum Niedersächsischen Landeskader gehören und die Liga im WTB als Möglichkeit der Vorbereitung auf Landes- und Deutsche Meisterschaften nutzen. Martin und Strüber beeindruckten auch in Kierspe mit anspruchsvollen Übungen – obwohl Trainer Henning mit Martin gar nicht einmal zufrieden war...

Ordentlicher TG-Wettkampf

Der TG blieb da diesmal nur die Rolle des guten Verlierers. Für sie war es ein Wettkampf mit Licht und Schatten, aber eben auch mit der Gewissheit, dass es auch ohne Schatten kein Sieg geworden wäre. Birk-Ole Bornträger zeigte an den Ringen eine tolle Übung, Jonathan Kuhbier überzeugte an den Ringen und auch am Pauschenpferd. André Bienlein patzte diesmal am Pauschenpferd, turnte dafür am Boden erstmals den Strecksalto mit anschließender halber Drehung und überzeugte überdies am Sprung und Barren. Konrad Brandts ließ am Barren Federn, heimste dafür Sonderlob für seine Übung am Reck ein. Hendrik Staack durfte am Barren für die Wertung turnen und machte dies auch wirklich gut. Dazu kam am Pauschenpferd ein gewohnt stabiler Fabian Matzner. So war es ein Wettkampf, mit dem Uwe Hütz am Ende gar nicht einmal unzufrieden sein wollte. Um die Lübbecker zu ärgern – dafür aber reichte es am Samstagnachmittag nicht.

 

Die Ergebnisse

Boden (37,20:38,45): Bienlein 13,30; Klein 12,10; Bornträger 11,80, (Kuhbier 10,95)

Pauschenpferd (32,65:30,95): Matzner 12,75; Bienlein 10,20; Kuhbier 9,70; (Schorr 9,25)

Ringe (33,25:33,95):  Bornträger 11,10; Klein 11,10; Bienlein 11,05; (Kuhbier 10,90)

Sprung (33,20:35,75): Bienlein 11,60; Bornträger 10,80, Schorr 10,80; (Klein 10,35)

Barren (34,00:35,10): Bienlein 12,55; Bornträger 10,80; Staack 10,65, (Brandts 9,25)

Reck (27,55:34,80): Brandts 9,40; Berg 9,15; Kuhbier 9,00; (Klein 8,55)

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